Spanien steht dank einer herausragenden Leistung gegen WM-Favorit Frankreich zum zweiten Mal in einem WM-Finale. Trainer Luis de la Fuente ist „unglaublich stolz“ auf die Leistung seiner Mannschaft und glaubt an einen Sieg im Endspiel am kommenden Sonntag.Die spanische Nationalmannschaft verhandelt geschickt mit dem Verband und kann auf viel Urlaubsgeld hoffen. Außerdem: Die Fifa hat sich für die Ehrung des neuen Weltmeisters wieder was Neues einfallen lassen. Alle News in unserem WM-Ticker.Die Fußball-Weltmeisterschaft findet in den USA, Kanada und Mexiko statt. Bleiben Sie hier auf dem Laufenden über alles Wichtige rund um das Turnier und die Mannschaften in der K.-o.-Runde. 08:13 Uhr – Freitag, 17. JuliSpieler bekommen von Fifa-Prämie Teil des Kuchens abWird Spanien im Finale am Sonntag in New Jersey gegen Argentinien (ab 21.00 Uhr, im Sport-Ticker der WELT und ZDF sowie MagentaTV) zum zweiten Mal Weltmeister, kassieren die Spieler fürstlich ab. Jeder der 26 im Kader stehenden Akteure bekommt umgerechnet rund 756.000 Euro brutto. Rückblick: Als die Iberer 2010 zum ersten Mal den Goldenen Pokal bei der WM in Südafrika im Finale gegen die Niederlande (1:0) gewannen, waren es 600.000 Euro.Wie kommt es zu der Regelung? Die Fifa zahlt dem neuen Weltmeister eine Prämie von 50 Millionen Dollar – umgerechnet rund 43,7 Millionen Euro. Vor dem Turnier handelten die Führungsspieler mit den Verantwortlichen des spanischen Verbandes RFEF folgenden Bonus aus. Für den Fall, dass die Spanier triumphieren, werden 45 Prozent der Fifa-Prämie an den Kader weitergegeben. Das heißt: 22,5 Millionen Dollar, also knapp 19,7 Millionen Euro. Erstmals in der WM-Geschichte trifft in einem Finale mit Spanien gegen Argentinien der amtierende Europa- auf den amtierenden Weltmeister. Spanien steht nach einem starken Auftritt gegen Frankreich verdient im WM-Finale. Während des Spiels ist Mats Hummels eine Szene aufgefallen, die zeigt, wie gut Spanien auf die französische Mannschaft vorbereitet war.08:24 Uhr – Freitag, 17. JuliNeuer Weltmeister kann sich schmückenDie neuen Weltmeister erhalten neben der WM-Trophäe und den Goldmedaillen einen weiteren Preis für ihren Titelgewinn. Die Fifa vergibt erstmals Ringe an den Sieger des Finals zwischen Spanien und Argentinien am Sonntag in East Rutherford, wie der Weltverband mitteilte. Eine Seite des Rings solle die WM-Trophäe zeigen, die andere die Identität des Teams widerspiegeln, hieß es weiter. Direkt nach dem Finale sollen der Kapitän und der Trainer der Siegermannschaft eine vorläufige Version erhalten. Insgesamt gibt es 30 Ringe für das Gewinnerteam, diese werden zu einem späteren Zeitpunkt angefertigt. Dazu sollen 1.996 Ringe an Fans verkauft werden. Dass Meisterteams Ringe für ihren Triumph erhalten, ist vor allem im amerikanischen Sport Tradition. So werden unter anderem an die Champions in der NFL und NBA Meisterringe vergeben. Diese sind häufig mit wertvollen Edelsteinen besetzt und werden zum größten Teil von den Besitzern der Teams finanziert.20:11 Uhr – Donnerstag, 16. JuliYamal fehlt wegen Blessur beim MannschaftstrainingDrei Tage vor dem Finale gegen Titelverteidiger Argentinien hat Spaniens Jungstar Lamine Yamal beim Mannschaftstraining gefehlt. Wie die Sportzeitung „Marca“ berichtete, absolvierte der 19-Jährige ebenso wie Teamkollege Pedro Porro nur eine individuelle Einheit. Grund dafür ist eine Blessur am linken Oberschenkel. Diese hatte sich der Offensivspieler des FC Barcelona im Halbfinale gegen Frankreich zugezogen. Yamal war mit Frankreichs Verteidiger Lucas Digne kollidiert, als dieser den heraneilenden Spanier bei einem Klärungsversuch nicht gesehen und ihn am Oberschenkel getroffen hatte. Dies führte zum Strafstoß, den Mikel Oyarzabal zum 1:0 verwandelte.Lamine Yamal fehlte beim MannschaftstrainingQuelle: Getty Images via AFP/FLORENCIA TAN JUN13:31 Uhr – Donnerstag, 16. Juli„Wir erwarten von der Fifa, dass sie das untersucht“Die britische Regierung erwartet von der Fifa eine Untersuchung zu der Provokation mit einem politischen Banner nach dem Halbfinal-Aus der englischen Nationalelf gegen Argentinien. Die Spieler des südamerikanischen Landes hatten nach ihrem 2:1-Triumph in der US-Metropole Atlanta ein Banner mit der Aufschrift „Las Malvinas son Argentinas“ („Die Falkland-Inseln sind argentinisch“) auf dem Platz gezeigt. „Wir erwarten von der Fifa, dass sie das untersucht“, sagte der britische Wirtschaftsminister Peter Kyle im BBC-Fernsehen. Politik müsse aus dem Fußball herausgehalten werden, so der Minister weiter. Der Sprecher des britischen Premiers Keir Starmer sagte zu der Provokation: „Die WM-Trophäe mag uns nicht gehören, die Falkland-Inseln aber definitiv.“ Die Fifa verbietet Spielern und Offiziellen rund um die WM-Spiele, politische Botschaften zu präsentieren. Dem argentinischen Team könnte damit Ärger drohen. Bislang äußerte sich die Fifa nicht zu dem Vorfall. Großbritannien und Argentinien hatten im Falkland-Krieg 1982 einen bewaffneten Konflikt über die Kontrolle der Inselgruppe im Südatlantik ausgetragen, mit Hunderten Toten. Dem britischen Militär gelang es damals, die argentinischen Angreifer von dem dünn besiedelten Überseegebiet zu vertreiben. Die Niederlage beschleunigte den Fall der Militärregierung in dem Land. Doch bis heute hat Buenos Aires seine Ansprüche auf die in Argentinien als Las Malvinas bezeichnete Inselgruppe nicht aufgegeben.08:21 Uhr – Donnerstag, 16. Juli„Tuchel hat Todsünde der taktischen Feigheit begangen“Nach Englands 1:2 im Halbfinale gegen Argentinien und den Entscheidungen von Thomas Tuchel geht die australische Zeitung „Sydney Morning Herald“ hart mit dem deutschen Trainer ins Gericht. „Was soll er jetzt machen? Wie könnte er als Staatsfeind Nummer eins überhaupt noch nach England zurückkehren? (...) In den Sozialen Medien fragten sich Fans, Journalisten und Experten lautstark, ob Tuchel zu früh zu defensiv geworden war – und ob England für diese Entscheidungen schon bald würde bezahlen müssen. Warum glaubte er nicht an sein Team? (...)“Tuchel, skizzierte das Blatt, sei „ein deutscher Trainer, der vor allem durch seine Zeit beim FC Chelsea bekannt wurde. Er ist erst der dritte Ausländer auf der englischen Trainerbank. Seine Ernennung war aus diesem Grund äußerst umstritten. (...) Als bewährter Sieger mit einer gnadenlosen Ader galt Tuchel als die richtige Art von Veränderung. Doch gerade wegen seiner Herkunft war klar: Wenn etwas schiefginge, würde ihm kein Nachsehen gewährt werden. Und genau so ist es gekommen. Der Konsens unter Englands Fußballkommentatoren lautet, dass Tuchel die Todsünde der ,taktischen Feigheit‘ begangen und das Halbfinale ‚vercoacht‘ habe – und dass Englands Scheitern ihm und ihm allein anzulasten sei.“04:43 Uhr – Donnerstag, 16. JuliSchweinsteiger bringt van Gaal als Bundestrainer ins SpielBastian Schweinsteiger kann sich seinen ehemaligen Bayern-Chefcoach Louis van Gaal als Bundestrainer vorstellen. Der 74 Jahre alte Niederländer sei für ihn eine echte Option, sollte der geplante Deal mit Jürgen Klopp als Nachfolger von Julian Nagelsmann doch nicht zustande kommen, sagte Schweinsteiger in der ARD.„Also wenn Louis van Gaal gesundheitlich die Energie hat, ja, hundertprozentig. Der würde auch gut passen. Das ist einer, der kann etwas Neues aufbauen und hat eine Struktur“, erklärte Schweinsteiger. „Er hat bei den Holländern schon bewiesen, dass er die immer weit gebracht hat. Wenn Jürgen Klopp es nicht machen würde, wäre er bei mir ganz oben“, sagte Schweinsteiger. 03:53 Uhr – Donnerstag, 16. JuliMedienberichte: Tuchel hat Vertrauen des VerbandesThomas Tuchel soll übereinstimmenden Medienberichten zufolge trotz des Scheiterns im Halbfinale das Vertrauen des englischen Fußballverbands FA haben. Es werde erwartet, dass der deutsche Coach das Team auch zur Heim-EM 2028 führen werde, schrieb unter anderem die BBC. Tuchel werde wahrscheinlich Trainer bleiben, schrieb die „Times“.Tuchels Vertrag gilt einschließlich der EM-Endrunde in zwei Jahren. Das Turnier wird in England, Schottland, Irland und Wales stattfinden. Tuchel steht nach der 1:2-Niederlage gegen Argentinien in der Kritik mehrerer Experten. Sie werfen dem früheren Bundesligatrainer vor, nach der 1:0-Führung auf eine zu defensive Taktik gesetzt zu haben.01:54 Uhr – Donnerstag, 16. JuliKane lässt weitere WM-Teilnahme offenStürmerstar Harry Kane hat offen gelassen, ob er in vier Jahren einen weiteren Anlauf auf den WM-Titel starten will. Es sei zu früh, um darüber zu sprechen, sagte der englische Profi nach dem 1:2 gegen Argentinien. Er betrachte die Situation Jahr für Jahr und schaue, wie er sich fühle. Er spiele stets mit Stolz und Freude für das Nationalteam.Kane verwies darauf, dass er in diesem Sommer 33 Jahre alt werde. Gleichzeitig erwähnte er allerdings auch Lionel Messi, der auch mit 39 Jahren für Argentinien noch auf dem höchsten Niveau spiele. „Ich will mir keine Grenzen setzen“, betonte Kane. „Ich werde mich um die Situation kümmern, sobald sie auftritt. Aber im Moment geht es erst einmal darum, diese schwere Niederlage zu verarbeiten.“01:03 Uhr – Donnerstag, 16. JuliMessi führt im Rennen um den Goldenen SchuhLionel Messi hat im Rennen um den Goldenen Schuh für den erfolgreichsten Torschützen bei der WM wieder vorgelegt. Der 39 Jahre alte Kapitän von Titelverteidiger Argentinien überholte dank seiner beiden Vorlagen beim 2:1-Halbfinalsieg gegen England in Atlanta Frankreichs Kylian Mbappé. Beide erzielten bisher acht Tore, Messi kommt nun auf vier Vorlagen, Mbappé auf drei. Bei Torgleichheit entscheidet die Anzahl der Assists über die Platzierung in der Wertung des Weltverbands Fifa.00:54 Uhr – Donnerstag, 16. JuliPrinz William meldet sich nach der NiederlageDer britische Thronfolger Prinz William hat sich nach der 1:2-Niederlage Englands im Halbfinale gegen Argentinien mit aufmunternden Sätzen an die Fußball-Nationalmannschaft gewandt. „Extrem enttäuscht. England, ihr habt alles gegeben, und wir sind alle so stolz auf euch“, schrieb der 44-Jährige auf der Plattform X. William ist seit 2006 auch Präsident des englischen Fußballverbandes.Der bekennende Fußball-Fan bedankte sich bei allen Beteiligten „auf und neben dem Platz für ein unglaubliches Turnier“. „Der Kampfgeist und der Glaube, den ihr gezeigt habt, haben uns alle inspiriert“, schrieb William.23:03 Uhr – Mittwoch, 15. JuliArgentinien ringt England nieder und steht im FinaleTitelverteidiger Argentinien steht angeführt von Superstar Lionel Messi erneut im Endspiel der Fußball-WM. Die Südamerikaner bezwangen im Halbfinale von Atlanta England um den deutschen Trainer Thomas Tuchel mit 2:1 (0:0) und treffen im Kampf um den vierten WM-Titel auf Europameister Spanien.Vor 68.239 Fans ging England durch Anthony Gordon (55. Minute) in Führung, Enzo Fernandez (85.) und Lautaro Martínez (90+2.) drehten das Spiel. Messi bereitete beide Treffer direkt vor.Quelle: AP Photo/Rebecca Blackwell21:48 Uhr – Mittwoch, 15. JuliCollina kontert Deschamps: „Schiedsrichter sind Weltklasse“Fifa-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina hat die Kritik von Frankreichs Trainer Didier Deschamps an der Leistung der Unparteiischen im WM-Halbfinale gekontert. „Als Reaktion auf die Äußerungen von Didier Deschamps, der infrage gestellt hat, ob unser Schiedsrichter das Niveau hatte, das Halbfinale zu leiten, ist die Antwort der Fifa eindeutig: ‚Ja, definitiv.‘“, sagte der italienische frühere Spitzenreferee Collina: „Unsere Schiedsrichter sind Weltklasse.“Nach dem klaren 0:2 gegen Spanien im Duell um den Finaleinzug hatte Deschamps die Qualität von Schiedsrichter Ivan Barton aus El Salvador infrage gestellt. „Glauben Sie, dass der Schiedsrichter gut genug war, um ein Halbfinale zu leiten?“, fragte der Weltmeistercoach nach der Partie. Manche Entscheidungen seien „fragwürdig“ gewesen, meinte Deschamps.SUF/lwö/