Im Müritz-Nationalpark kämpfen die Einsatzkräfte weiter gegen den Flächenbrand auf dem Gebiet eines früheren Truppenübungsplatzes. Zuletzt lag die Ausdehnung bei etwa 360 Hektar, wie der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mitteilte. Das zuständige Landesministerium sprach am Donnerstag von rund 320 Hektar Waldfläche, die betroffen sei. Die Lage bleibe dynamisch.Die Flammen breiten sich vor allem nach Süden und Osten aus. Die Evakuierung des Ortsteils Granzin bleibe bestehen, teilte der Landkreis am Abend mit. Der Dambecker See, der Granziner See, der Käbelicksee und der Priesterbäker See dienten den Bundeswehrhubschraubern als Wasserentnahmestellen.»Da große Teile des Gebietes nicht betreten werden können, müssen wir uns auf einen langwierigen Einsatz einstellen«, sagte der Landrat des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, Thomas Müller (CDU).

»Der Schutz der Bevölkerung und der Einsatzkräfte hat für uns oberste Priorität«, teilte Landesagrar- und Umweltminister Till Backhaus (SPD) bei einer Pressekonferenz mit. »Solange die Lage dynamisch bleibt, werden wir alle notwendigen Maßnahmen treffen, um Gefahren frühzeitig abzuwenden.« Die Einsatzkräfte leisteten seit Tagen unter schwierigsten Bedingungen Außergewöhnliches. »Dafür verdienen sie unseren größten Respekt«, so Backhaus. Rund 80 Prozent der Einsatzkräfte engagierten sich ehrenamtlich.