PfadnavigationHomeRegionalesHamburgGesundheitsreportFast die Hälfte der Ü50-Jährigen in Hamburg will früher aus dem Job – Gesundheit als SchlüsselStand: 07:39 UhrLesedauer: 2 MinutenDie meisten älteren Arbeitnehmer in Hamburg würden lieber vor dem Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze aus dem Job ausscheidenQuelle: picture alliance/Westend61/Vira SimonIn Hamburg sehnt sich fast jeder zweite Beschäftigte ab 50 nach dem frühen Abschied aus dem Job – und zeigt zugleich hohe Bereitschaft zur „Aktivrente“. Die Daten des DAK-Reports legen offen, wie stark Gesundheit und Rentenwunsch zusammenhängen.Fast jeder zweite Beschäftigte ab 50 Jahren in Hamburg möchte nach einer Untersuchung früher in Rente gehen. Nach Zahlen des DAK-Gesundheitsreports „Arbeiten ab 50“ sind es 45 Prozent. Für den Report hat das IGES Institut den Krankenstand aller DAK-versicherten Beschäftigten in Hamburg analysiert und Forsa eine repräsentative Bevölkerungsumfrage durchgeführt.Der Umfrage zufolge möchten über alle Altersgruppen hinweg 40 Prozent bis zur gesetzlichen Rente arbeiten und 13 Prozent können sich vorstellen, darüber hinaus erwerbstätig zu bleiben. Über einen früheren Ausstieg aus dem Erwerbsleben denken 38 Prozent nach. Ob Menschen länger arbeiten möchten, hängt auch von ihrer Gesundheit ab. 41 Prozent der Beschäftigten mit guter oder sehr guter Gesundheit ziehen demnach einen Renteneintritt vor der gesetzlichen Altersgrenze in Betracht. Bei Beschäftigten mit schlechterem Gesundheitszustand sind es deutlich mehr (55 Prozent).Lesen Sie auchEin weiteres Ergebnis des Reports ist, dass ältere Beschäftigte seltener, aber im Schnitt länger krankgeschrieben sind. Ab Mitte 50 kommen auffällig viele Fehlzeiten dazu. Im Alter von 66 Jahren liegt der Krankenstand der Beschäftigten im Schnitt bei 11 Prozent - und damit fast doppelt so hoch wie bei den 50- bis 53-Jährigen mit rund sechs Prozent. Über alle Beschäftigten ab 50 Jahren hinweg liegt Hamburg mit 6,5 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt von 7,4 Prozent.Unternehmen und Politik in der VerantwortungBeschäftigte ab 50 Jahren kamen 2025 auf 164 Krankschreibungen je 100 Versicherte, bei den unter 50-Jährigen waren es 212 Fälle. Bei Erwerbstätigen ab 50 Jahren sind die Krankmeldungen mit durchschnittlich 14,5 Tagen deutlich langwieriger als bei Beschäftigten bis 49 Jahren (7,8 Tage).„Die Diskussion über eine längere Lebensarbeitszeit darf sich nicht nur auf das gesetzliche Renteneintrittsalter konzentrieren“, forderte der DAK-Landeschef in Hamburg, Jens Juncker. Entscheidend sei, welche Voraussetzungen geschaffen werden, damit Menschen auch im höheren Erwerbsalter gesund, leistungsfähig und motiviert arbeiten können. „Dafür tragen Unternehmen und Politik gemeinsam Verantwortung.“Lesen Sie auchGegenüber der neuen Aktivrente sind 73 Prozent der Beschäftigten ab 50 Jahren grundsätzlich offen. 36 Prozent können sich die Nutzung einer Aktivrente gut vorstellen, weitere 37 Prozent schließen dies nicht aus. 26 Prozent lehnen die Aktivrente klar ab. Rentner können nach der neuen Regelung in begrenztem Umfang steuerfrei hinzuverdienen.Für den Gesundheitsreport wurden nach Angaben der DAK unter anderem die