In Syrien ist ein früherer Verantwortlicher des Chemiewaffenprogramms festgenommen worden. Syrische Sicherheitskräfte haben den Ex-Leiter des Wissenschaftlichen Studien- und Forschungszentrums, Ahmed Habib Ali, im Westen des Landes festgesetzt, wie das Innenministerium mitteilte. Dem Mann werden eine führende Rolle im syrischen Chemiewaffenprogramm und die Mitverantwortung für den Einsatz des hochgiftigen Nervengases Sarin zur Last gelegt.Nach Angaben des Ministeriums deuten erste Ermittlungen darauf hin, dass der Verdächtige zu den Offizieren gehörte, die die Herstellung von rund 20 mit Sarin gefüllten Bomben mit einem Gewicht von jeweils 250 Kilogramm überwacht hätten. Diese seien zwischen 2013 und 2017 bei Angriffen auf syrische Städte und Ortschaften eingesetzt worden. Nervengase wie Sarin töten innerhalb von Sekunden oder Minuten.Erst im Mai hatte die OPCW zahlreiche nicht deklarierte Chemiewaffenbestände in dem Ex-Bürgerkriegsland entdeckt. Wie die in den Niederlanden ansässige Organisation berichtete, fanden ihre Experten zusammen mit den syrischen Behörden im Mai Dutzende chemische Kampfmittel, unter anderem in Homs, Hama und Latakia.Die neue syrische Führung hatte nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Baschar al-Assad im Dezember 2024 zugesagt, verbliebene Chemiewaffenbestände zu beseitigen und Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen. Zudem hatte Israel zahlreiche Angriffe auf bekannte Lagerstätten geflogen.
Syriens Ermittler fassen Chemiewaffenexperte der Assads
Das Assad-Regime hat über Jahrzehnte C-Waffen produziert. Nun haben die neuen Machthaber einen Verantwortlichen gefasst. Er soll für den Einsatz des hochgiftigen Nervengases Sarin gegen Syrer mitverantwortlich sein.









