Nato-Generalsekretär Mark Rutte sieht im geplanten deutschen Kauf von US-Mittelstreckenwaffen des Typs Tomahawk kein erhöhtes Eskalationsrisiko mit Russland. »Wir sind ein Verteidigungsbündnis. Das bedeutet, dass wir niemals jemanden angreifen werden«, sagte der Niederländer im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Bei der Stationierung von Tomahawks in Deutschland gehe es lediglich um glaubwürdige Abschreckung und darum, dass man sich im Fall der Fälle verteidigen könne.

Die deutschen Pläne für den Kauf von Tomahawks waren in der vergangenen Woche kurz nach dem Nato-Gipfel in Ankara angekündigt worden. Zuvor hatte Bundeskanzler Friedrich Merz von US-Präsident Donald Trump die Zusage bekommen, dass die USA die offizielle Genehmigung für den Verkauf der Marschflugkörper sowie von Startrampen des Typs Typhon erteilen.Rutte: »Ausgezeichnete Nachricht«Rutte nannte dies nun eine »ausgezeichnete Nachricht«. »Das bringt eine zusätzliche Ebene des Vertrauens in unsere gemeinsame Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeit«, sagte er der dpa. Für eine glaubwürdige Abschreckung sei entscheidend, dass man sich verteidigen könne. Es sei sehr wichtig, dass die Tomahawks Teil der gemeinsamen Abschreckung seien.