Netflix steigert Gewinn und Umsatz – doch Aktienkurs fälltNetflix hat im vergangenen Quartal Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert. Zugleich will der Videostreaming-Marktführer künftig nur noch jährlich statt zweimal pro Jahr Angaben zur Popularität seiner Filme und Serien vorlegen. Die Aktie fiel in einer ersten Reaktion im nachbörslichen US-Handel zeitweise um mehr als sieben Prozent.Die Netflix-Aktie hatte in den vergangenen Monaten mehr als 40 Prozent ihres Werts verloren. Ein Auslöser waren Sorgen nach einigen Marktforscher-Daten, die den Eindruck erweckten, dass Zuschauerzahlen ab der zweiten Staffel auch populärer Netflix-Serien sinken. Die Übernahme des Hollywood-Urgesteins Warner Brothers, bei der Netflix gegen den Rivalen Paramount verlor, wurde in diesem Kontext von Anlegern als Flucht nach vorn gesehen. Mit der Prognose für den Umsatz im laufenden Quartal verfehlte Netflix die durchschnittlichen Analysten-Erwartungen. Netflix macht keine regelmäßigen Angaben zur Kundenzahl mehr. Aber der Umsatz stieg im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 12,56 Milliarden Dollar (10,98 Mrd Euro). Unterm Strich wuchs der Gewinn um 8,8 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar.Merck investiert in PrüfzentrumDer Pharma- und Technologiekonzern Merck KGaA hat an seinem Hauptsitz Darmstadt ein neues Prüfzentrum für die Freigabe von Arzneimitteln eröffnet. Die Investition beziffert das Unternehmen auf 25 Millionen Euro. In der Einrichtung sollen Wirkstoffe und Medikamente von Herstellern aus ganz Europa vor der Markteinführung auf Qualität und Sicherheit geprüft werden. Es entstehen rund 30 neue Arbeitsplätze.Hinzu kommen laut Merck Stabilitätsstudien, die zeigen, wie lange ein Medikament unter verschiedenen Lagerbedingungen sicher und wirksam bleibt. Solche Prüfungen seien zum Schutz der Patienten gesetzlich vorgeschrieben. Die Entscheidung über die Zulassung der geprüften Medikamente treffen die zuständigen Aufsichtsbehörden.Nach Angaben von Merck ist das Zentrum Teil des weltweiten Netzes von Prüfstandorten im Life-Science-Geschäft. Hessens Wissenschaftsminister Timon Gremmels (SPD) sprach bei der Eröffnung des neuen Zentrums von einem starken Bekenntnis zum Standort Hessen.Eli Lilly kauft Psychedelika-Entwickler AtaiBeckley Der US-Pharmakonzern Eli Lilly steigt mit einer milliardenschweren ​Übernahme in die Entwicklung von psychedelischen Medikamenten gegen Depressionen ein. Für bis zu ⁠3,8 Milliarden Dollar kauft das Unternehmen den US-Spezialisten AtaiBeckley, wie Lilly am Donnerstag mitteilte. Damit sichert sich der Konzern den Zugriff auf neuartige Therapien für ‌Patienten, bei denen herkömmliche Antidepressiva nicht anschlagen. „Millionen von Menschen suchen immer noch nach Linderung und brauchen dringend eine Therapie, die wirkt“, erklärte Carole Ho, ‌Leiterin der Neurologie-Sparte bei Lilly.Das ‌am weitesten fortgeschrittene Medikament von AtaiBeckley, das Nasenspray BPL-003, basiert auf einer synthetischen Form des Psychedelikums DMT. Es soll die Fähigkeit des Gehirns wiederherstellen, neue neuronale Verbindungen ​zu bilden. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat ⁠dem Mittel den Status einer „Breakthrough Therapy“ verliehen, was eine beschleunigte Zulassung ermöglichen soll. Derzeit laufen die Vorbereitungen für ​die entscheidende klinische Phase-3-Studie.Der Kaufpreis setzt sich aus einer Barzahlung von 6,75 Dollar je ⁠AtaiBeckley-Aktie zusammen. Damit ‌wird das Unternehmen mit rund 2,8 Milliarden Dollar bewertet. Hinzu kommen mögliche Meilensteinzahlungen von bis zu einer Milliarde Dollar, falls bestimmte Entwicklungs- und Zulassungsziele erreicht werden. ⁠Die Barzahlung entspricht ⁠einem Aufschlag von rund 40 Prozent auf den durchschnittlichen Aktienkurs der vergangenen 30 ⁠Tage. Der Abschluss ​der ⁠Übernahme wird für das dritte Quartal ​erwartet. Der Gründer und größte Aktionär von AtaiBeckley, ‌der deutsche Investor Christian Angermayer, unterstützt das Vorhaben. Die Ressourcen von Lilly würden helfen, ​die Therapien schneller voranzutreiben, erklärte er. Bewährungsstrafe für Cum-Ex-BankerDas Landgericht Bonn hat am Donnerstag einen ehemaligen Niederlassungsleiter der Macquarie Bank wegen seiner Beteiligung an Cum-Ex-Geschäften verurteilt. Der heute 49-jährige Bankier hat sich der versuchten Beihilfe zur Steuerhinterziehung schuldig gemacht, so das Urteil der neunten Großen Strafkammer in Bonn. Von der verhängten Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurde, gelten zwei Monate bereits als vollstreckt, da sich das Ermittlungsverfahren gegen den Angeklagten verzögert hatte, wie ein Justizsprecher auf Anfrage mitteilte. Außerdem ordnete die Strafkammer die Einziehung von 150.000 Euro aus dem Vermögen des Angeklagten an. Diese Summe hatte er als Bonus für den Cum-Ex-Handel der Macquarie Bank erhalten.Der gebürtige Schweizer musste sich seit Mai vor Gericht verantworten. Er hatte die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft Köln zum Prozessauftakt eingeräumt. Laut den Anklägern hatte der langjährige Mitarbeiter der australischen Großbank den Cum-Ex-Handel in der Dividendensaison 2011 mitverantwortet. Er führte die jeweiligen Transaktionen zwar nicht selbst durch, trat aber im Hintergrund als Problemlöser auf. Letztlich lagen dem Bundeszentralamt für Steuern sechs Anträge auf Rückerstattung einer Kapitalertragsteuer vor. Da es nicht zur Auszahlung von 319 Millionen Euro an mehrere US-Pensionsfonds kam, hatte sich der Bankier lediglich des Versuchs der Steuerhinterziehung strafbar gemacht. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig, eine Revision zum Bundesgerichtshof ist möglich.Damit endet das erste Strafverfahren gegen einen ehemaligen Mitarbeiter von Macquarie in Deutschland. Die australische Investmentbank hatte Fremdkapital zur Verfügung gestellt, das für den Handel mit Aktien deutscher DAX-Konzerne in Milliardenhöhe notwendig gewesen war. Schon im Jahr 2016 zahlte Macquarie ein Bußgeld in Höhe von 100 Millionen Euro an die Staatsanwaltschaft. Insgesamt ermitteln deutsche Strafverfolger gegen 100 ehemalige und aktuelle Mitarbeiter von Macquarie.Cewe übernimmt Kodak-FotostationenDer vor allem für seine Fotobücher ​bekannte Foto-Dienstleister Cewe stärkt sein Geschäft mit der ⁠Marke „Kodak Moments“. Das Unternehmen erwirbt das Sofortfoto-Geschäft von Kodak Alaris, das bisher dem Finanzinvestor Kingswood Capital gehört, wie Cewe ‌am Donnerstag in Oldenburg mitteilte. Kodak Alaris betreibt rund 37.000 Fotostationen in weltweit 16.000 Einzelhandelsgeschäften, an denen die Kunden ‌ihre Fotos ‌ausdrucken können, und setzt damit im Jahr 200 Millionen Euro um. Das von Cewe übernommene Geschäft werde einschließlich Schulden mit ​88 Millionen Euro ⁠bewertet, der Kaufpreis dürfte bei 72 Millionen Euro liegen.„Wir investieren gezielt in den ​globalen Ausbau des Sofortfoto-Geschäfts, weil wir überzeugt davon sind, hier ⁠in den nächsten ‌Jahren profitables Wachstum erzielen zu können“, sagte Cewe-Chef Thomas Mehls. Cewe schaffe damit den Markeintritt in den USA, Mexiko, ⁠Kanada und ⁠Australien. Übernommen werden auch 500 Mitarbeiter und das Werk in ⁠Windsor ​in ⁠Colorado, in dem Verbrauchsmaterialien hergestellt ​werden. 2027 soll das erworbene Geschäft eine ‌mittlere einstellige operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) erwirtschaften, die in den folgenden Jahren noch ​steigen soll.Großbritannien verstaatlicht British SteelGroßbritannien hat den angeschlagenen Stahlkonzern British Steel ​verstaatlicht. Die Übernahme des ehemals in chinesischem Besitz befindlichen Unternehmens sei abgeschlossen, ⁠teilte die Regierung am Donnerstag mit. Die Verstaatlichung sei notwendig, um das nationale Interesse Großbritanniens zu wahren. „British Steel ist Teil des Gefüges ‌unserer Nation und ein Eckpfeiler der britischen Industriestärke“, sagte der scheidende Premierminister Keir Starmer. Die Entscheidung sichere die Zukunft der Stahlherstellung im Vereinigten ‌Königreich, schütze qualifizierte Arbeitsplätze ‌und bewahre eine lebenswichtige nationale Fähigkeit.Die Regierung hatte schon im April 2025 die operative Kontrolle über British Steel von den chinesischen Eigentümern Jingye übernommen. ​Damit sollte die Schließung des ⁠Stahlwerks im nordenglischen Scunthorpe verhindert und 2.700 Arbeitsplätze am Standort sowie Tausende weitere in der ​Lieferkette gesichert werden. Das Werk, der letzte verbliebene Standort für die Primärstahlherstellung im Land, ⁠hatte in ‌den vergangenen Jahren mit hohen Energiekosten und einem Überangebot an Stahl auf dem Weltmarkt zu kämpfen.Nachdem es dem Staat nicht gelungen war, einen ⁠Käufer für das ⁠1988 unter der damaligen Premierministerin Margaret Thatcher privatisierte Unternehmen zu finden, kündigte ⁠Starmer ​im ⁠Mai dieses Jahres ein Gesetz zur ​Übernahme an. Ein neues Führungsteam soll nun den ‌Betrieb stabilisieren und British Steel zu einem wirtschaftlich tragfähigen und kohlenstoffarm produzierenden Unternehmen ​umbauen.Jetzt auch offiziell: Uber kauft Delivery HeroDer deutsche Essenslieferdienst Delivery Hero hat sich mit dem US-Fahrdienstvermittler Uber auf eine milliardenschwere Übernahme geeinigt. Die beiden Unternehmen trafen dafür eine Zusammenschlussvereinbarung, wie Delivery Hero am Donnerstag mitteilte. Uber habe sich in diesem Zusammenhang auch verpflichtet, den Hauptsitz von Delivery Hero in Berlin beizubehalten und bis mindestens 2029 keine Änderungen an der dortigen Belegschaft vorzunehmen.Uber bietet je Delivery-Hero-Aktie 41,50 Euro. Damit wird das Unternehmen insgesamt mit knapp 13 Milliarden Euro bewertet. Zuletzt lag Ubers Anteil bei knapp 25 Prozent, hinzu kamen Finanzinstrumente über knapp 12 Prozent. Nun verkaufte der Delivery-Hero-Großaktionär Prosus seinen Anteil von knapp 17 Prozent. Dazu hatte sich die niederländische Beteiligungsgesellschaft im Zuge des Kaufs des Konkurrenten Just Eat Takeaway (Lieferando) bereit erklärt.Delivery Hero hatte am Dienstagabend bestätigt, dass man sich in fortgeschrittenen Gesprächen über eine Übernahme durch Uber befindet. Die Aktie des Berliner Lieferdienst-Konzerns legte daraufhin im vorbörslichen Handel zu. Das Papier hatte schon seit Mitte April kräftig an Wert gewonnen, nachdem bekannt wurde, dass Uber seinen Anteil an Delivery Hero erhöht hatte.Delivery Hero hat seinen Sitz in Berlin, ist aber seit dem Verkauf des Deutschland-Geschäfts an Just Eat Takeaway hierzulande operativ nicht mehr aktiv. Das Unternehmen zählt allerdings wegen der starken Präsenz in Asien, Südeuropa, der arabischen Halbinsel und Afrika zu den weltweit größten Essenslieferdiensten. Uber betreibt mit Uber Eats selbst einen Essenslieferdienst, auch in vielen Städten Deutschlands.„Das talentierte Team von Delivery Hero hat ein beeindruckendes Unternehmen aufgebaut – mit beliebten lokalen Marken und führenden Positionen in einigen der weltweit am schnellsten wachsenden Liefermärkten“, sagte Uber-Chef Dara Khosrowshahi. Delivery-Hero-Mitgründer Nikla Östberg sagte: „Ubers globale Mobilitäts- und Lieferplattform und unser gemeinsames Bekenntnis zu Innovation machen dies zur richtigen Partnerschaft, um auf den Stärken von Delivery Hero in der lokalen Essenslieferung und im Quick Commerce aufzubauen und unsere Everyday-App-Strategie für unsere Kunden weiter voranzutreiben.“Uber bietet wohl 12,5 Milliarden Euro für Delivery HeroDer amerikanische Fahrdienst Uber will einem Bericht der „Financial Times“ ​zufolge am Donnerstag ein rund 12,5 Milliarden Euro schweres Übernahmeangebot für den Berliner Essenslieferdienst Delivery Hero ⁠vorlegen. Uber biete den Aktionären von Delivery Hero 41 Euro je Aktie, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf zahlreiche Quellen. Die Aktien von Delivery Hero ‌waren im Xetra-Handel um 2,3 Prozent auf 38,18 Euro abgebröckelt.Um zu große Überlappungen mit dem Geschäft seiner Tochtergesellschaft „Uber Eats“ zu vermeiden, die ebenfalls Speisen aus Restaurants ausliefert, wolle ‌Uber die türkische Tochtergesellschaft Yemeksepeti ‌sowie Lieferdienste in anderen europäischen Ländern an einen Investor abgeben. Uber Eats und Delivery Hero machen sich auch in Polen, Portugal, Spanien und Schweden Konkurrenz. Wenn sie sich zusammentun, könnte das die Wettbewerbshüter ​auf den Plan rufen.Delivery Hero hatte am ⁠Dienstag fortgeschrittene Gespräche mit Uber über ein Übernahmeangebot bestätigt, aber keinen Preis genannt. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte gemeldet, die Offerte werde ​deutlich über 36 Euro je Aktie liegen.Uber war erst im April bei Delivery Hero eingestiegen und hat ⁠seine Beteiligung inzwischen ‌auf 24,99 Prozent ausgebaut. Derivate eingeschlossen haben die Amerikaner sogar Zugriff auf knapp 37 Prozent der Anteile. Berichten zufolge hat sich Uber schon das Anteilspaket des Hongkonger Investors Aspex Management gesichert. Ende Mai ⁠hatte Uber ⁠eine Offerte über 33 Euro je Aktie für Delivery Hero in Aussicht gestellt, war damit aber angesichts ⁠des gestiegenen ​Aktienkurses ⁠abgeblitzt.Zweitgrößter Aktionär von Delivery Hero ist der niederländische ​Investor Prosus mit 16,8 Prozent. Er muss seinen Anteil eigentlich ‌wegen der Übernahme des Delivery-Hero-Rivalen Just Eat Takeaway bis zum Spätsommer auf weniger als zehn Prozent ​abbauen, hat die EU aber wegen der veränderten ​Lage um Aufschub gebeten.SpaceX-Aktie fällt unter den Ausgabepreis Die Aktie von Elon Musks Weltraumfirma SpaceX ist rund einen Monat nach ihrem gefeierten Börsendebüt unter den Ausgabepreis gefallen. Das Papier notierte im US-Handel gegen Mittag New Yorker Zeit bei rund 133 Dollar. Den Ausgabepreis hatte das Unternehmen im Juni auf 135 Dollar festgesetzt. Zwischenzeitlich war der Kurs, angetrieben unter anderem von Käufen von Privatanlegern, bis auf 225 Dollar gestiegen. Dann setzte die Talfahrt ein.Mit einem Erlös von 75 Milliarden Dollar zum Ausgabepreis war es der bisher größte Börsengang. SpaceX-Chef und Großaktionär Musk wurde durch die Aktienplatzierung zum ersten Menschen mit einem Billionenvermögen. Ihren ersten Handelstag hatte die Aktie noch mit einem Plus von gut 19 Prozent bei rund 161 Dollar abgeschlossen.SpaceX war bereits zum Ausgabepreis mit 1,77 Billionen Dollar mehr wert als etwa der Facebook-Konzern Meta. Die reinen Geschäftszahlen von SpaceX stehen in krassem Kontrast zum Börsenwe – die Anleger zahlen eher für die Hoffnung auf künftige Erfolge. So gab es im vergangenen Jahr Verluste von rund 4,94 Milliarden Dollar bei einem Umsatz von 18,67 Milliarden Dollar (gut 16 Milliarden Euro).In der Zukunft soll Künstliche Intelligenz das größte Geschäft sein – auch durch Rechenzentren im All. Die Idee dahinter ist, dass die Sonne dort viel Energie liefern kann. Skeptiker verweisen allerdings auf Probleme wie die erheblichen Aufbaukosten, eine trotz der niedrigen Temperaturen im All schwierige Kühlung sowie die Strahlung, die Schaltkreise beschädigen könne. Im Börsenprospekt schätzte SpaceX den künftigen Gesamtmarkt für Künstliche Intelligenz inklusive Infrastruktur auf mehr als 26 Billionen Dollar – und führte das als eine Rechtfertigung für die hohe Bewertung an. Diabetesmittel sorgt für Umsatzplus bei Boehringer IngelheimEin florierendes US-Geschäft und die anhaltend hohe Nachfrage nach dem ​Kassenschlager Jardiance haben Boehringer Ingelheim im ersten Halbjahr ein kräftiges Umsatzplus beschert. Die Erlöse ⁠stiegen in den ersten sechs Monaten währungsbereinigt um gut 16 Prozent auf 15,8 (Vorjahr: 14,0) Milliarden Euro, wie Deutschlands größter Pharmakonzern am Mittwoch mitteilte. Die Humanmedizin steuerte mit 13,1 ‌Milliarden Euro den Löwenanteil bei, was einem Zuwachs von 20,1 Prozent entspricht. Das Diabetesmittel Jardiance brachte allein 5,7 Milliarden Euro ein. Das Unternehmen profitierte dabei von einer wachsenden ‌Patientenbasis und einem höheren Absatzvolumen ‌in den USA.Auch die Markteinführungen des Medikaments Jascayd gegen Lungenfibrose und des Krebsmittels Hernexeos trieben das Wachstum an. Boehringer-Chef Shashank Deshpande betonte die Bedeutung des US-Marktes: „In einer Zeit beschleunigter medizinischer Innovationen (...) sind ​innovationsfreundliche Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel in den ⁠USA, entscheidend, damit neue Therapien Patientinnen und Patienten schneller erreichen können“, sagte er. Finanzchef Frank Hübler erklärte: „Mit Blick ​auf die Zukunft werden wir unsere langfristigen Investitionen gezielt dort ausrichten, wo sie unsere Wachstumsmärkte am besten unterstützen.“Jascayd ⁠ist in ‌mehreren Ländern zugelassen, darunter in den USA, China und Japan. Boehringer wartet jedoch noch auf die Zulassung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Das Krebsmittel Hernexeos dürfte europäischen Patienten voraussichtlich ab 2028 zur ⁠Verfügung stehen. Das Familienunternehmen ⁠aus Rheinland-Pfalz treibt unterdessen seine Forschungsprojekte in den Bereichen Onkologie und Stoffwechselerkrankungen voran. Der Wirkstoff Survodutid lieferte ⁠in ​einer Phase-III-Studie ⁠positive Daten zur Behandlung von Übergewicht und ​Lebererkrankungen. Das Tiergesundheitsgeschäft als zweites Standbein des Konzerns verzeichnete im ersten ‌Halbjahr ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 0,4 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro. Boehringer verwies auf eine ​höhere Preissensibilität der Verbraucher und weniger Tierarztbesuche ​in mehreren Ländern. ProSiebenSat.1 startet neuen Fernsehsender Sat.2 Die Sendergruppe ProSiebenSat.1 startet einen neuen Fernsehsender. Der Kanal Sat.2 solle im Winter an den Start gehen, sagte ProSiebenSat.1-Content-Chef Henrik Pabst der „Süddeutschen Zeitung“. „Mit Sat.2 wollen wir unser Portfolio strategisch erweitern und insbesondere den Zuschauerinnen und Zuschauer ab 50 Jahren eine neue und zusätzliche Alternative für ihre Entertainment-Bedürfnisse bieten.“Mit Sat.2 umfasst die Senderfamilie von ProSiebenSat.1 nach Angaben des Medienkonzerns künftig acht Marken. Zu ihr gehören bislang die Vollprogramme Sat.1, ProSieben und Kabel Eins sowie die Spartensender Sixx, ProSieben MAXX, Sat.1 Gold und Kabel Eins Doku. Die neue Marke soll sowohl im klassischen Fernsehen als auch auf der Streamingplattform Joyn und auf Drittplattformen verbreitet werden.Unter dem Motto „Wiedersehen macht Freude“ soll Sat.2 vor allem auf bekannte Programme aus dem Archiv von Sat.1 setzen. Pabst nannte die Serien „Der Bulle von Tölz“ und „Kommissar Rex“ sowie die Telenovela „Verliebt in Berlin“ als Beispiele. Der Schwerpunkt liege auf deutscher Fiktion.Die Entscheidung für Sat.2 kommt vor dem Hintergrund wachsender Spartensender. Nach Angaben von ProSiebenSat.1 legten Sixx, Sat.1 Gold, ProSieben MAXX und Kabel Eins Doku in den vergangenen Jahren bei den Marktanteilen zu. Der Konzern sieht darin einen Beleg dafür, dass klar positionierte Sender auch im Zeitalter des Streamings ein Publikum finden. Sat.2 ist der erste neue Free-TV-Sender von ProSiebenSat.1 seit dem Start von Kabel Eins Doku im Jahr 2016. Gregor BrunnerBlackrock erzielt Rekordergebnis Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock hat dank einer Börsenrallye und ​starker Mittelzuflüsse im zweiten Quartal die Gewinnerwartungen übertroffen und ein Rekordvolumen an verwaltetem ⁠Vermögen erreicht, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Wie der New Yorker Finanzkonzern am Mittwoch mitteilte, kletterte das verwaltete Vermögen auf den Rekordwert von 15,34 Billionen Dollar nach 12,53 Billionen im Vorjahreszeitraum. Anleger ‌vertrauten Blackrock netto 192 Milliarden Dollar an neuem Geld an, ein Großteil davon floss in die börsengehandelten Indexfonds (ETF) der Tochter iShares.Der bereinigte Gewinn je Aktie ‌lag mit 13,91 Dollar ‌deutlich über den von Analysten erwarteten 12,59 Dollar. Die Aktie legte daraufhin vorbörslich um sechs Prozent zu. „Die Fundamentaldaten der Märkte sind stark und gut gestützt“, erklärte Konzernchef Larry Fink.Wichtige US-Aktienindizes ​beendeten den Monat Juni mit ⁠den stärksten Quartalsgewinnen seit 2020, da der Optimismus hinsichtlich der Unternehmensgewinne zunahm und Anleger über die durch den Nahostkonflikt ​ausgelöste Volatilität hinwegsahen. Der Leitindex S&P 500, ein Maßstab für US-Großunternehmen, legte im Quartal um 15 ⁠Prozent zu.Gleichzeitig ‌treibt BlackRock seine Expansion in den sogenannten Privatmärkten voran, um sich neue, lukrativere Geschäftsfelder zu erschließen. Dieses Geschäft mit alternativen Anlagen wie Unternehmensbeteiligungen oder privater Kreditvergabe steht jedoch unter ⁠stärkerer Beobachtung. So verzeichneten ⁠Fonds für Privatkredite zuletzt geringere Zuflüsse und erhöhte Rückgabewünsche von Anlegern. Dennoch sammelte der Bereich ⁠im ​Quartal Nettozuflüsse ⁠von 15,4 Milliarden Dollar ein. Blackrock ​hatte zuletzt mit Zukäufen im Volumen von rund 28 Milliarden ‌Dollar seine Präsenz in diesem Segment massiv ausgebaut. BASF hebt nach Gewinnsprung Jahresziele anDer weltgrößte Chemiekonzern BASF wird nach einem besser als erwarteten zweiten Quartal optimistischer für das Gesamtjahr. Für 2026 peilt BASF für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen nun 6,9 bis 7,7 Milliarden Euro an, wie der Dax-Konzern überraschend am Mittwoch mitteilte. Zuletzt hatte der Vorstand um Markus Kamieth 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro im Visier – nach 6,6 Milliarden Euro im Vorjahr. Analysten rechneten im Schnitt mit einem Anstieg auf 7,3 Milliarden Euro im laufenden Jahr. Die BASF-Aktie geriet nach den Neuigkeiten unter dem Strich unter Druck und notierte zuletzt 2,2 Prozent im Minus.Im zweiten Quartal betrug das operative Ergebnis nach vorläufigen Berechnungen 2,4 Milliarden Euro und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Im Vorjahreszeitraum hatte BASF hier 1,6 Milliarden Euro ausgewiesen. Der Umsatz legte im Quartal wegen höherer Preise und Mengen um 16 Prozent auf 17,2 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich blieb ein auf die Aktionäre entfallender Gewinn von 4,1 Milliarden Euro hängen, nach 79 Millionen Euro vor einem Jahr. Dabei profitierte BASF vor allem von dem milliardenschweren Verkauf des Lacke-Geschäfts an den US-Finanzinvestor Carlyle.Derweil soll der freie Finanzmittelzufluss (Free Cashflow) im laufenden Jahr weiterhin zwischen 1,5 und 2,3 Milliarden Euro betragen, nach rund 1,3 Milliarden Euro im Vorjahr. Analysten rechnen im Mittel bereits mit einem Wert am oberen Ende der Spanne. BASF will am 29. Juli seine vollständigen Zahlen und Details für das zweite Jahresviertel vorlegen. Mehr ladenTickarooLive Blog Software