Jeder Mensch hat heute in Deutschland das Recht, sich beim Suizid helfen zu lassen – egal ob schwer krank oder nicht. Das hat das Bundesverfassungsgericht bereits 2020 entschieden.Doch die Kritik an der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS), der größten Sterbehilfeorganisation hierzulande, nimmt zu. 2025 unterstützte die Organisation knapp 900 Menschen dabei, sich das Leben zu nehmen.Angehörige bleiben teils mit Zweifeln oder Schuldgefühlen zurück. Sie berichten von Suizidhelfern, die Todeswünsche stumpf abwickelten und sich nicht an die Standards des Vereins hielten. »Ich fühlte mich als Angehöriger von der DGHS alleingelassen, hinter das Licht geführt«, berichtet ein Mann. Die DGHS bestreitet die Vorwürfe.Verdacht auf TotschlagAber die Anschuldigungen nehmen zu: Seit Anfang des Jahres ermittelt die Staatsanwaltschaft Köln gegen zwei Sterbebegleiter. Sie sollen beim Suizid eines 47-jährigen Mannes geholfen haben, der offenbar psychisch krank gewesen war. Der Anfangsverdacht lautet: Totschlag in mittelbarer Täterschaft.In dieser Folge von »Firewall« hören Sie, was das Urteil des Bundesverfassungsgerichts ausgelöst hat. Wie die Vorbereitungen für einen assistierten Suizid tatsächlich ablaufen. Und warum es in Deutschland noch immer kein Gesetz gibt, das die Regelungslücken bei der Suizidhilfe schließt.