Niemand, wirklich niemand wünscht sich Corona zurück. Einen guten Effekt aber hatte die Pandemie: In ihrem ersten Winter fiel die Grippesaison in Deutschland quasi aus. Masken und Kontaktbeschränkungen sei Dank.
Die Schonzeit währte jedoch nur kurz. Im dritten Pandemie-Winter, 2022/23, stieg die Zahl der Atemwegserkrankungen auf den höchsten Stand seit zehn Jahren. Dahinter steckte nicht allein Sars-CoV-2: Die Viren, die damals viele Menschen krank machten, hießen Influenza- oder respiratorisches Synzitialvirus (RSV). Nachdem sie kurzzeitig wie von der Erdoberfläche verschwunden waren, kamen sie mit Wucht zurück und lösten ungewöhnlich große Infektionswellen aus. Sie trafen die Bevölkerung obendrein zu einem besonders frühen Zeitpunkt im Jahr, als noch niemand mit ihnen rechnete.







