Immer mehr ausländische Banken drängen auf den deutschen Privatkundenmarkt. Gibt es nicht schon genug Banken in Deutschland? Das sicherlich, aber aus Sicht des Sparers eben nicht die richtigen. Gerade Sparkassen und Volksbanken sind bekannt dafür, ihren Kunden allenfalls mickerige Tagesgeldzinsen zu zahlen. Wer mehr will, muss sich über mehrere Jahre festlegen – oft ohne Chance, im Bedarfsfall vorzeitig auf sein Geld zugreifen zu können. Aber auch große Direktbanken bekleckern sich bei den Zinsen für Bestandskunden nicht mit Ruhm.2,7 Billionen Euro liegen auf deutschen Tagesgeld-, Festgeld- und Girokonten. Im Durchschnitt sind es knapp 32.000 Euro, die im Laufe der Jahre immer weniger werden. Immer noch verharrt die Inflationsrate über dem Ziel der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent. Hohe Energiepreise, der schwelende Irankrieg und weitere Faktoren lassen eine Trendwende in naher Zukunft unwahrscheinlich erscheinen.Flexible Sparer können der Inflationsfalle entgehen. Vier Prozent Zinsen auf das Tagesgeld sind zwar die Ausnahme und zumeist auf wenige Monate begrenzt, aber auch Bestandskunden können Renditen erzielen, die sie zumindest vor der Inflation schützen.Wer sein Geld anlegt, sollte also nicht nur auf den Aktionszins achten, sondern auch die Normalverzinsung im Auge haben. Und gerade wer mehr als 100.000 Euro zur Seite legt, sollte die Einlagensicherung im Blick haben und Institute, die Spareinlagen nur bis 100.000 Euro absichern, besser meiden.