Die Schufa speichert, das hat eine Recherche von NDR und Süddeutscher Zeitung ergeben, Daten über zurückliegende Zahlungsvorgänge deutlich länger und nachhaltiger. Die Schufa bestreitet das nicht, wie sie aktuell erklärt (siehe unterste Frage) und hält die Praxis noch dazu für rechtens. Das mag im Hinblick auf juristische Fragen sogar so sein, auch wenn Verbraucherschützer:innen der Verbraucherzentralen das ebenso wie IT-Anwält:innen teilweise anders beurteilen.Anzeige
Im konkreten Fall geht es aber um etwas anderes: Die Auskunftei steht seit Jahren nicht im Verdacht, ein Sympathieträger mit großem Vertrauensbonus innerhalb der Bevölkerung zu sein. Mit dem vor ziemlich genau vier Monaten vorgestellten neuen Score-System wollte man das ändern. Hier wurde eine Transparenzoffensive gestartet, wenn auch nach zahlreichen juristischen Auseinandersetzungen auf den unterschiedlichsten in- und ausländischen Ebenen nicht ganz freiwillig. Jede:r Verbraucher:in solle, so die Auskunftei, zukünftig in der Lage sein, anhand von zwölf mehr oder weniger einfach nachvollziehbaren Kriterien zu errechnen und zu verstehen, woran Unternehmen die eigene Kreditwürdigkeit festmachen.
Auch wenn es einige Kundengruppen (Jüngere, Ausländer:innen ohne langjährige deutsche Historie) nach der neuen Berechnung schwerer haben könnten und auch in einigen Punkten die Validität angezweifelt werden kann, war das ein Ansatz für mehr Vertrauen. Vielleicht wäre sogar die Bereitschaft einiger Kund:innen da, die Schufa aus freien Stücken mit eigenen Daten zu versorgen – dann etwa, wenn die Schufa die älteste Kreditkarte oder bestimmte alte Kontoverbindungen nicht auflistet und berücksichtigt.Anzeige












