Der neue Spitzenkandidat der CDU für die Abgeordnetenhauswahl in Berlin macht den »Kampf für Respekt und Vielfalt« zu einem zentralen Thema seines Wahlkampfs. »Jeder in dieser Stadt, ganz gleich woher er kommt, ganz egal, was er glaubt, ganz egal, wen er liebt, soll sich hier sicher und frei bewegen können«, sagte Evers dem »Tagesspiegel «.Im Einsatz für mehr Toleranz sieht sich Evers demnach auch durch persönliche Erlebnisse bestätigt. Er habe als schwuler Mann in der Stadt bereits selbst bedrohliche Erfahrungen gemacht. »Wenn man händchenhaltend in der U7 unterwegs ist, kann es sehr unangenehme Situationen geben«, sagte der verheiratete CDU-Politiker. »Und solange das so ist, dürfen wir im Kampf für Respekt und Vielfalt nicht nachlassen.«Evers will demnach »die Ursachen konsequent an der Wurzel bekämpfen.« Ihm zufolge stünden vielfach »kulturelle Hintergründe oder religiös-fundamentalistische Strukturen hinter Vorurteilen und Übergriffen.« Es gelte, Wortführer und Autoritäten zur Verantwortung ziehen.Der CDU-Mann verwies dabei auf eine Erhebung der Bildungsverwaltung, wonach fast 30 Prozent der muslimischen Schüler die Scharia als geltendes Recht betrachteten und nicht das Grundgesetz. »Wir dürfen nicht Ruhe geben, bis auch dem Letzten klar ist, dass man sich in diesem Land an unsere Regeln zu halten hat«, so Evers.
Stefan Evers: Neuer Berliner CDU-Spitzenkandidat will gegen Hassgewalt vorgehen
Nach dem Rückzug von Kai Wegner soll Stefan Evers die CDU im Roten Rathaus halten. In einem Interview berichtet er von Anfeindungen wegen seiner Homosexualität – und erklärt den Kampf gegen Hassgewalt zur Priorität.










