Sein martialischer Kiefer würde jedem Hollywood-Superhelden zur Ehre gereichen. Im Gottesdienst zitiert er schon mal die alttestamentarischen Rachefantasien der Auftragskiller aus „Pulp Fiction“. Kein Wunder, dass Pete Hegseth, Verteidigungsminister der USA, seine Kriegsführung nach den schlichten Kategorien von Gut und Böse, Stark und Schwach ausrichtet. Anders ist es kaum zu erklären, dass der ehemalige TV-Kommentator verpflichtende Testosteron-Tests für Soldaten (und Soldatinnen) ab dem Alter von 30 Jahren einführen will. Ist der Hormonspiegel erniedrigt, soll Testosteron künstlich zugeführt werden, das allerdings immerhin auf freiwilliger Basis.