Mindestens 250 Superreiche leben in Kalifornien. Der sonnige US-Bundesstaat ist wegen seines milden Klimas beliebt – auch bei Milliardären. Die Demokraten unter Gouverneur Gavin Newsom (58) machen ihnen derzeit aber das Leben schwer, planen sie doch, eine Steuer von 5 Prozent auf ihr Vermögen zu erheben. Im November sollen die Bürger Kaliforniens über die neue Steuer abstimmen.

Bei Superreichen wie Google-Mitgründer Sergey Brin (52) kommen die Pläne gar nicht gut an. Eine Gruppe um den Milliardär bekämpft die Pläne schon länger und versucht, mit kreativen Strategien der Steuer zu entkommen oder die Steuerlast wenigstens zu mindern: etwa durch die Übertragung von Immobilien aus Gesellschaften in den privaten Besitz oder in sogenannte widerrufbare Treuhandgesellschaften, wie das „Wall Street Journal “ berichtet. Der Trick dabei: Immobilien, die von einem Steuerpflichtigen oder einem widerrufbaren Treuhandvermögen „direkt gehalten“ werden, werden bei der geplanten Steuer nicht zum Vermögen gezählt, da sie bereits der Grundsteuer unterliegen.

Kreative Wege, um der Steuer zu entkommenEinige Reiche erwägen auch, aus Kalifornien wegzuziehen – zumindest vordergründig. So schlagen Kanzleien ihren wohlhabenden Mandanten vor, gut wahrnehmbare Spuren zu hinterlassen, die auf einen Umzug hindeuten. Weihnachtskarten zum Beispiel mit dem Hinweis „Wir sind umgezogen“ und der neuen Adresse zu versehen. Oder der Glaubensgemeinde in einem Brief mitzuteilen, dass man andernorts eine spirituelle Heimat gefunden habe. Auch sollten die Mandanten Termine mit Ärzten, Steuerberatern und Tierärzten außerhalb des eigenen Bundesstaats wahrnehmen, so der Rat .