Mozilla wirft Microsoft auf Basis einer neuen Studie vor, bei Windows 10 und 11 weiterhin auf manipulative Designmuster zu setzen, um Nutzern den Edge-Browser aufzudrängen. So könnten Windows-Nutzer nach wie vor nicht alternative Browser herunterladen, als Default setzen oder dauerhaft nutzen, ohne dass der Softwarekonzern schädlich interferiere, kritisieren die Firefox-Macher. Als Beispiele nennt Mozilla irreführende Formulierungen, Behinderung, visuelle Beeinflussung, Vorauswahl, ständiges Nachhaken und erzwungene Aktionen. Diese Muster würden „etablierten Definitionen von Nötigung, Täuschung und Manipulation“ entsprechen.

Allerdings schränkt Mozilla ein, dass Microsoft seine Taktiken auf die lokalen Gesetzgebungen anpasse. Analysiert wurde dafür, was Nutzer in den USA, Indien, Großbritannien und Deutschland als repräsentativ für die EU zu sehen bekommen. Die Nutzer in Deutschland bekommen der Analyse nach deutlich weniger manipulative Taktiken ab. So fehlten hier etwa das Bing-Panel „Alles, was Sie brauchen, finden Sie hier“ nebst irreführenden Formulierungen und auch der drängelnde Windows-10-Assistent „Die Einrichtung Ihres PCs ist fast abgeschlossen“. Ebenso seien bestimmte Einstellungen deaktiviert, die in den USA und Indien standardmäßig angeschaltet seien.