Nicht nur in Deutschland und Europa lassen Dauerhitze und Trockenheit die Waldbrandgefahr steigen (mehr hier). Auch in Nordamerika brechen immer mehr Brände aus, die aktuell auch noch in weiter Entfernung Auswirkungen haben. So führen schwere Waldbrände in der kanadischen Provinz Ontario dazu, dass Toronto derzeit die Stadt mit der schlechtesten Luftqualität weltweit ist.

Die Behörden der Millionenstadt riefen ihre Bewohner am Mittwoch auf, nach Möglichkeit in ihren Wohnungen und Häusern zu bleiben. Laut dem Schweizer Luftanalyse-Unternehmen IQAir ist die Luft in der größten kanadischen Stadt im Augenblick noch schlechter als die im kongolesischen Kinshasa, im indischen Delhi oder der Stadt Medan in Indonesien.Im Nordwesten von Ontario wüten derzeit mehrere Waldbrände. Winde trugen den Rauch am Dienstagabend Hunderte Kilometer weit bis nach Toronto, der Hauptstadt der Provinz. Am Mittwochmorgen wachten die Bewohner unter einem gelb gefärbten Himmel auf. Vorhersagen zufolge sollen sich die Verhältnisse bis zum Freitagmorgen nicht ändern.

»Die Gesundheit aller ist in Gefahr«, teilte der Wetterdienst mit: »Begrenzen Sie Ihre Zeit im Freien. Sagen Sie sportliche Aktivitäten ab.« Auch sonstige Veranstaltungen im Freien sollten überdacht werden, hieß es weiter. Die Stadtverwaltung von Toronto sagte ​wegen der schlechten Luft ‌das Fifa-Fanfest und eine Veranstaltung zum Public Viewing des WM-Spiels England gegen Argentinien ab.Auswirkungen auch in New York City spürbarIn der weiter östlich gelegenen Großstadt Montréal in der Provinz Québec waren am Dienstag ähnliche Luftverhältnisse aufgetreten, jedoch von geringerer Intensität.