Deutschland könnte mehr tun, um Trump in die Schranken zu weisen. Kanzler Merz muss ein Machtwort sprechen und den USA die Überflugsrechte verwehren.

Hat zu lange versucht, gute Miene zu machen: Kanzler Friedrich Merz im März in Washington

Presse- und Informationsamt der Bundesregierung via dpa

D er Irankrieg geht in eine neue Runde, es klingt wie ein Déjà-vu: Die USA greifen Iran an, Iran rächt sich mit Angriffen auf US-Verbündete in der Region. Die Straße von Hormus ist erneut blockiert, der Ölpreis schnellt wieder in die Höhe und US-Präsident Trump droht Iran mit Angriffen auf dessen zivile Infrastruktur. Er kündigt damit ähnliche Kriegsverbrechen an, wie sie Russland in der Ukraine begeht.

Zu lange hat sich Kanzler Friedrich Merz bemüht, gegenüber Trump gute Miene zu machen. Dabei hat er dessen Krieg gegen Iran schon vor Monaten als planlos und falsch kritisiert. Doch dieser Erkenntnis müssen nun Taten folgen – denn je länger dieser Krieg andauert, desto mehr schadet er der deutschen Wirtschaft und auch dem Rest der Welt. Allein schon deshalb wäre es angebracht, sich aus der Rolle des willfährigen Partners und der eigenen, selbstverschuldeten Unmündigkeit zu befreien.