Die Zahl der freiwillig ausreisenden Syrer bleibt geringIm ersten Halbjahr 2026 sind laut dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2964 Syrer über ein von Bund und Ländern gefördertes Programm in ihre Heimat zurückgekehrt. Gemessen an der Zahl der syrischen Migranten in Deutschland ist das wenig.15.07.2026, 18.15 Uhr2 LeseminutenMigranten im Oktober 2023 in einer Flüchtlingsunterkunft am ehemaligen Flughafen Tempelhof in Berlin.Sean Gallup / Getty ImagesDie Zahl der Syrer, die Deutschland freiwillig verlassen, bleibt niedrig. Laut Zahlen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf), die der NZZ vorliegen, sind im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 2964 Personen über ein von Bund und Ländern gefördertes Programm nach Syrien zurückgekehrt. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 3681.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.In den vergangenen Monaten ist die Zahl der Ausreisen leicht gestiegen. Allein im Juni verliessen 640 Syrer die Bundesrepublik. Gemessen an den rund 940 000 syrischen Staatsangehörigen, die laut dem Statistischen Bundesamt zum Stichtag 31. Dezember 2025 in Deutschland lebten, bleibt der Anteil der Rückkehrer jedoch verschwindend gering.Die deutsche Regierung versucht seit dem Ende des Bürgerkriegs in Syrien die Zahl der freiwilligen Ausreisen zu erhöhen. Der deutsche Kanzler Friedrich Merz hatte sich im März beim Besuch des syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Sharaa in Berlin noch zuversichtlich gezeigt. «Die Mehrzahl der Syrerinnen und Syrer, die in Deutschland Zuflucht gefunden haben, will zurück in ihre Heimat», sagte er.Seine Regierung setzt dabei unter anderem auf finanzielle Anreize. Seit Januar 2025 organisiert das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge im Rahmen des Reag/Garp-Programms wieder geförderte Ausreisen nach Syrien. Das Programm unterstützt Migranten finanziell bei der freiwilligen Rückkehr in ihr Herkunftsland. Es übernimmt die anfallenden Reisekosten und zahlt eine Starthilfe. Derzeit beträgt diese in der Regel 1000 Euro für einen Erwachsenen und bis zu 4000 Euro für eine Familie.Laut Medienberichten prüft die Bundesregierung derzeit eine Erhöhung der Prämien. Ähnliche Forderungen kommen auch aus den Bundesländern. Der hessische Innenminister Roman Poseck von der CDU sprach sich etwa kürzlich für eine Erhöhung auf maximal 10 000 Euro aus. «10 000 Euro rechnen sich relativ schnell, weil wir nach der Ausreise von Syrern auch Ausgaben für soziale Leistungen sparen», sagte er der Deutschen Presse-Agentur.Passend zum Artikel
Die Zahl der freiwillig ausreisenden Syrer bleibt gering
Im ersten Halbjahr 2026 sind laut dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2964 Syrer über ein von Bund und Ländern gefördertes Programm in ihre Heimat zurückgekehrt. Gemessen an der Zahl der syrischen Migranten in Deutschland ist das wenig.







