Am 26. März dieses Jahres teilte das Kuratorium der Salzburger Festspiele mit, man trenne sich „in gegenseitigem Einvernehmen“ und mit sofortiger Wirkung vom Intendanten Markus Hinterhäuser. Zwölf Tage später wurde von ebenjenem Kuratorium Karin Bergmann als Interimsintendantin der Festspiele bis Herbst 2027 präsentiert. Die konkreten Gründe für Hinterhäusers Rauswurf sind bis heute unklar, ein Fehlverhalten des geschassten Intendanten wurde vage moniert, aber nie klar benannt; beide Seiten haben Stillschweigen vereinbart. Der einzig greifbare Punkt: Das Kuratorium schien brüskiert, dass Hinterhäuser ohne dezidierte Rücksprache mit dem Kuratorium, namentlich dessen Vorsitzender Karoline Edtstadler, Landeshauptfrau von Salzburg, eine neue Schauspielleiterin installieren wollte, was sein gutes Recht war, wie das Kuratorium später zugab. Jene Schauspielleiterin sollte Karin Bergmann werden. Nun ist sie Intendantin.