Die ukrainischen Städte Slowjansk und Kramatorsk im Gebiet Donezk werden immer häufiger Ziel russischer Luftangriffe. Doch der Wille, sich zu verteidigen, ist ungebrochen.

Ins Netz gegangen: Drohnenabwehr in der Stadt Kramatorsk

Oleksii Filippov

In diesem Sommer erinnern die Städte Kramatorsk und Slowjansk im ostukrainischen Gebiet Donezk immer mehr an die Kulisse eines postapokalyptischen Films. Entlang der Hauptstraßen installieren Arbeiter der Stadtverwaltung und das Militär Betonkeile – sogenannte Drachenzähne – und spannen Stacheldraht drumherum.

Lücken in diesen Barrieren werden nur für Fußgänger gelassen, die in Richtung von Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs unterwegs sind. Über den Straßen sind Netze zur Drohnenabwehr gespannt. In der Umgebung werden neue Gräben und Schützengräben ausgehoben. Die Frontlinie ist rund 20 Kilometer entfernt, doch sie rückt immer näher.