Deutsche Autokäufer werden preisbewusster: Jeder zweite Kunde erwägt beim nächsten Fahrzeugkauf, wegen der angespannten Finanzlage im eigenen Haushalt entweder auf ein günstigeres Fahrzeug umzusteigen (49 Prozent) oder den Kauf zeitlich zu verschieben (56 Prozent). Das ist ein Ergebnis des „McKinsey Mobility Consumer Pulse 2026“, für den weltweit mehr als 20.000 Verbraucher in den relevantesten Automobilmärkten befragt wurden, davon mehr als 3600 in Deutschland.

„Deutsche Autokäufer entscheiden 2026 nüchterner als in den Vorjahren, aber sie senken ihre Ansprüche nicht“, sagt Timo Möller, Partner und Leiter des McKinsey Center for Future Mobility. „Wer heute in Deutschland Fahrzeuge verkauft, muss Qualität, Effizienz, Sicherheit, Alltagstauglichkeit zu einem überzeugenden Preis bieten.“Elektromobilität: Käuferbasis wächstGleichzeitig verbreitert sich in Deutschland die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen auf neue Käufergruppen. Die Kaufabsicht für batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) steigt weiter an: Waren es 2023 noch 22 Prozent, die auf ein BEV umsteigen wollten, steht dieser Wert 2026 bei 31 Prozent. Dies ist ein höherer Anteil als in den meisten anderen großen untersuchten Automärkten (USA, Großbritannien, Japan), nur in China liegt der Wert mit 37 Prozent noch höher. In Deutschland zeige sich laut der Studie zudem eine strukturelle Verschiebung in den Kundengruppen: Die Nachfrage verlagert sich von den „early adopters“ hin zu neuen Käufergruppen.