Was zu Beginn des Jahres 2025 noch für mächtigen Ärger zwischen der Plattform Joyn, der hinter dieser stehenden Sendergruppe Pro Sieben Sat.1, dem ZDF und der ARD sorgte, scheinen die Plattform und der öffentlich-rechtliche Sender aus Mainz schiedlich und zum Vorteil beider geregelt zu haben: Joyn bettet künftig Inhalte – Dokus, Filme, Serien – des ZDF in sein Angebot ein.Das heißt, die Stücke werden nicht nur verlinkt, die Zuschauer bleiben bei Joyn. Das hat für die Plattform den Vorteil, dass das Publikum auch auf die anderen Joyn-Inhalte stößt, die Zugriffe jedoch werden dem ZDF zugerechnet, und der Sender gibt auch keine Rechte an den Produktionen ab. Von dieser Vereinbarung berichtete zuerst das Fachportal DWDL.Vor einem Jahr hatte das Embedding noch für Ärger gesorgtBestätigen, dass es so kommt, wollen zurzeit weder Pro Sieben Sat.1 noch das ZDF, doch heißt es auf Anfrage der F.A.Z. bei beiden Seiten, man sei miteinander im Gespräch. Dem Vernehmen nach könnten die Sender in Bälde wohl mehr mitteilen.Vor etwas mehr als einem Jahr hatte das sogenannte Embedding der Inhalte von ARD und ZDF bei Joyn noch zu Verwerfungen geführt. Man hatte über den Plan zwar gesprochen, doch war vor allem die ARD noch nicht so weit, sich auf einen Deal einzulassen, als der damalige Pro-Sieben-Sat.1-Vorstand Markus Breitenecker für Joyn den Startschuss gab.Insbesondere die ARD war auf der Zinne und zog vor den Kadi, das Embedding war schnell Geschichte. Nun geht das ZDF für die Öffentlich-Rechtlichen voran und entspricht damit auch der Gesetzeslage. Der Reformstaatsvertrag sieht derlei Kooperationen zwischen dem ÖRR und Privatsendern nämlich ausdrücklich vor.