Eine kritische Bewertung des Portfolios von Rheinmetall durch Analysten der Bank of America (BofA) hat die Aktien des Rüstungskonzerns am Mittwoch belastet. Mit einem Minus von fast 2 Prozent auf 961 Euro gehörten sie zu den schwächsten Werten im Dax. Der deutsche Leitindex fiel zuletzt um 0,8 Prozent.
Bei den Papieren von Rheinmetall summieren sich die Kursverluste im laufenden Jahr mittlerweile auf knapp 40 Prozent. Zwischenzeitliche Erholungsversuche verpufften letztlich immer wieder. Rheinmetall CEO Armin Papperger (63) kauft unterdessen unbeirrt und im großen Stil Aktien nach .BofA-Analyst Benjamin Heelan bemängelte zur Wochenmitte den starken Fokus von Rheinmetall auf das Geschäft mit Waffen und Munition. Dieses bleibe in den Planungen des Rüstungskonzerns bis 2030 noch immer die größte Sparte. Aus Sicht von Heelan verändert sich die moderne Kriegsführung allerdings zunehmend. Drohnen und Systeme für Präzisionsschläge rückten zulasten klassischer Artillerie in den Fokus. Auf diese modernen Systeme dürften sich also auch die Investitionen der Nato-Staaten konzentrieren.
Risiken im Munitionsgeschäft steigenAngesichts der Nato-Pläne für Luftverteidigung und autonome Systeme dürften die Risiken für die mittelfristigen Ziele von Rheinmetall im Munitionsgeschäft steigen, schlussfolgerte Heelan. Er setzte bei seinen Schätzungen für dieses Segment den Rotstift an. Wegen des Gesamtportfolios von Rheinmetall behielt der BofA-Analyst zwar seine Kaufempfehlung bei, kappte das Kursziel aber deutlich von 1.770 auf 1.300 Euro.







