Vor zwei Jahren war die Welt noch völlig in Ordnung. Julian MacKay, Principal Dancer des Bayerischen Staatsballetts, geriet ins Schwärmen, sobald er auf seinen Arbeitgeber angesprochen wurde: Das Ensemble sei eine Heimat, Direktor Laurent Hilaire großzügig im Umgang mit Gala-Auftritten an anderen Häusern, und er könne problemlos eigene Projekte bis hin zu Filmplänen verfolgen. Das alles erzählte ein strahlend selbstbewusster MacKay beim Treffen an einem verregneten Sommertag in Berlin. Zwei Jahre später ist von dieser Harmonie nichts mehr zu spüren.