Russland muss nach einer ukrainischen Seedrohnenattacke offenbar den Verlust eines relativ großen Patrouillenboots in einem seiner Schwarzmeerhäfen hinnehmen.Die ukrainische Marine berichtete auf Telegram bereits am Dienstag von der Versenkung der »Izumrud« und veröffentlichte dazu später eine Satellitenaufnahme, die schwere Schäden an dem Schiff in einem Hafen bei Gelendschik zeigen soll.
Demnach wurde für den Angriff eine Seedrohne vom Typ Sargan-3000 eingesetzt. Unter den Besatzungsmitgliedern der »Izumrud« soll es nach ukrainischen Angaben Tote und Verletzte gegeben haben. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Russland bestätigte den Verlust zunächst nicht.Die »Izumrud« ist laut ukrainischen Angaben rund 62 Meter lang und verfügt über einen Hubschrauberlandeplatz. Laut »Washington Post « handelt es sich um ein Patrouillenschiff in Diensten des russischen Geheimdienstes FSB.
Für Moskau ist der Vorfall doppelt brisant. Einerseits war die »Izumrud« Berichten zufolge bereits im Jahr 2018 in einen Vorfall in der Straße von Kertsch involviert. Damals hatte Russland ukrainische Schiffe am Zugang zum Asowschen Meer unter Beschuss genommen. Die Zerstörung bedeutet nun eine späte Vergeltung für die Ukraine.»Putins Palast« nur wenige Kilometer entferntAuch offenbart der Treffer weit hinter den ukrainischen Linien einmal mehr Schwächen in Russlands Abwehrfähigkeiten gegen die ukrainischen Drohnen. Die Stadt Gelendschik in der Region Krasnodar befindet sich über See mehr als 600 Kilometer etwa von der ukrainischen Hafenstadt Odessa entfernt.
















