In der vergangenen Woche hat der Chaos Computer Club (CCC) auf eine Sicherheitslücke in Wechselrichtern von Hoymiles hingewiesen, durch die die Geräte aus hunderten Metern Entfernung manipuliert, abgeschaltet oder sogar zerstört werden können. Jetzt hat der Hersteller reagiert und verspricht ein Firmware-Update, das derartige Angriffe verhindern soll.

Das Problem geht laut CCC von dem proprietären DTU-Protokoll aus, das Hoymiles für die Funkverbindungen zu den Mikrowechselrichtern einsetzt. Das bringt durch Funk im 868-MHz-Bereich größere Reichweite als WLAN, allerdings haben die Ingenieure keine Verschlüsselung implementiert; die Geräte der HM-Serie sprechen DTU jedoch auf dem 2,4-GHz-ISM-Band, wodurch der Reichweitenvorteil da nicht gegeben ist. Als Sicherheitsmechanismus dient eine Prüfung auf die letzten acht Stellen der Seriennummer, die die Pakete mitbringen müssen. Allerdings gibt es einen Befehl, der die Geräte zur Übermittlung ihrer Seriennummer veranlasst, was Angreifer mittels Broadcast aus hunderten Metern Entfernung ausnutzen können, um danach auf die verwundbaren Geräte einfach zuzugreifen. Laut CCC-Einschätzung lässt sich so etwa auch die Firmware ohne Authentifizierung über Funk austauschen.