Die Kürzung staatlicher Fördermittel für saubere Energien durch die US-Regierung unter Präsident Donald Trump (80) hat einem Bericht zufolge zur Streichung oder Verzögerung von Investitionen in Milliardenhöhe geführt. Insgesamt seien 223 Projekte im Bereich der Fertigungsindustrie und der erneuerbaren Energien mit einem Volumen von 82,9 Milliarden Dollar ins Stocken geraten oder abgesagt worden, teilte das Bündnis aus Gewerkschaften und Umweltverbänden BlueGreen Alliance am Dienstag mit. Davon seien 111.765 Arbeitsplätze betroffen.„Jedes Mal, wenn ein weiteres Infrastrukturprojekt verzögert, gestrichen oder zum Gegenstand politischer Auseinandersetzungen gemacht wird, zahlt die arbeitende Bevölkerung die Zeche“, sagte der Gewerkschaftsvertreter Brent Booker bei einem Treffen mit demokratischen Senatoren. Es gehe dabei nicht nur um Energiepolitik, sondern um Arbeitsplätze, Löhne und die Frage, ob die Mittelschicht die Möglichkeit habe, die Zukunft der USA mitzugestalten. Die BlueGreen Alliance führt die Entwicklung auf Trumps Steuer- und Haushaltspaket zurück, das finanzielle Anreize aus der Amtszeit seines Vorgängers Joe Biden (83) aufhob oder einschränkte.
Dem BlueGreen-Bericht zufolge sind durch die neuen, strengeren Vorgaben für Steuervergünstigungen weitere 3034 Projekte gefährdet. Dabei stünden Investitionen von 695,2 Milliarden Dollar und fast 1,2 Millionen geplante Stellen auf dem Spiel. Zudem seien Arbeitsschutzrichtlinien aufgeweicht worden.









