Es war eine Nacht der Explosionen – nicht nur an einem Ort, sondern quer über die Golfregion verteilt. Während US-Kampfflugzeuge, Drohnen und Marineschiffe die vierte Nacht in Folge Ziele im Iran unter Beschuss nahmen, schlug Teheran gleichzeitig in mehrere Richtungen zurück. Das US-Zentralkommando meldete den Abschluss einer siebenstündigen Angriffswelle gegen Dutzende militärische Ziele nahe der Straße von Hormus. Fast im selben Moment brannten in Kuwait und Bahrain US-amerikanische Militäranlagen.

Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, sie hätten Kommando-, Logistik- und Treibstoffeinrichtungen der 5. US-Flotte in Bahrain getroffen und ein US-Versorgungszentrum im kuwaitischen Mina Abdullah in Brand gesetzt. Kuwaits Luftabwehr fing nach eigenen Angaben eine ballistische Rakete, fünf Marschflugkörper und 33 Drohnen ab. Jordaniens Luftwaffenbasis Azraq wurde – zum zweiten Mal – zum Ziel iranischer Drohnen.

Der eigentliche Bruch aber vollzog sich in Washington: Präsident Trump ließ die Seeblockade sämtlicher iranischer Häfen um 20 Uhr GMT (22 Uhr deutscher Zeit) wieder in Kraft treten. Von einer brüchigen Waffenruhe ist nichts mehr übrig.

Ein Krieg, der sich nicht mehr eindämmen lässt