Im Zuge des Rücktritts von Kai Wegner taucht gerne auch mal der Name von Justizsenatorin Felor Badenberg auf. Wegner holte die damals noch parteilose Karriere-Juristin vom Bundesverfassungsschutz in den Senat. Badenberg ist Spezialistin für Spionage, Cyber-Terror und Rechtsextremismus und war vor ihrem Schritt nach Berlin sogar Vizepräsidentin des Bundesamts für Verfassungsschutz.
Ob der Schritt nach Berlin letztlich ein Sprung oder ein Fall war, blieb bis zuletzt offen. Nun kommt Justizsenatorin Badenberg allerdings ins Stolpern. Grund dafür sind jedoch nicht russische Hacker, Spione aus Nordkorea oder gewaltbereite Neonazis, sondern die eigene IT-Abteilung. Die Computerspezialisten aus ihrem Haus haben das Wort „Bürokratieabbau“ wohl falsch verstanden, denn mit ihren vermeintlichen Software-Updates haben sie nun die Justizverwaltung lahmgelegt.
Berlin und Digitalisierung: Justiz fremdelt mit der E-Akte
Wenn das alles nicht so traurig wäre, könnte man die Fortschritte bei der Digitalisierung in Berlin für einen lustigen Schildbürgerstreich halten. Die Älteren werden sich vielleicht noch erinnern: Die Bürger der Stadt Schilda stellen der Legende nach nur Unfug an und stürzen ihre Stadt ein ums andere Mal ins Chaos, weil sie Anweisungen wörtlich nehmen oder närrisch umdeuten. Nun scheint Felor Badenberg – mittlerweile sogar in den CDU-Bundesvorstand schnellbefördert – nach Schilda abgedriftet zu sein. Sozusagen eine weitere ihrer unverhältnismäßig vielen Dienstreisen.







