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Konjunktur: Inflation in USA sinkt überraschend deutlich auf 3,5 Prozent Die Verbraucherpreise in den USA steigen im Juni schwächer als erwartet. Dennoch bleibt der Druck auf die Fed hoch.

14.07.2026 - 15:50 Uhr Höhere Energiepreise treiben die Inflation in den USA an. Foto: AP Photo/Julio CortezDie vom Iran-Krieg und höheren Energiepreisen angefachte Inflation in den USA hat sich stärker abgeschwächt als erwartet. Die Verbraucherpreise stiegen im Juni nur um 3,5 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Arbeitsministerium am Dienstag mitteilte. Volkswirte hatten mit 3,8 Prozent gerechnet, nach einer Teuerungsrate von 4,2 Prozent im Mai.Trotz der Abschwächung könnte die Inflation die US-Notenbank Federal Reserve in Zugzwang bringen. Fed-Chef Kevin Warsh bekräftigte vor dem Parlament seine Entschlossenheit, die hohe Teuerung in den Griff zu bekommen. „Die Fed duldet keine dauerhaft erhöhte Inflation“, sagte er bei einer Anhörung im Kongress laut vorab veröffentlichtem Redemanuskript.Warsh erklärte vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses, die Zentralbank werde mit der „richtigen Geldpolitik“ dafür sorgen, dass der Inflationsschub der letzten fünf Jahre der Vergangenheit angehöre. Warsh hat sich vorgenommen, die Fed zu reformieren und dafür Arbeitsgruppen ins Leben gerufen. Er ließ auch Kritik an der Arbeit der Fed unter seinem Vorgänger Jerome Powell anklingen, die die Inflation in den vergangenen Jahren nicht in den Griff bekommen habe. Warsh ist zudem dafür, die aufgeblähte Bilanz der Notenbank zu verkleinern.EZB-Jahrestagung Kevin Warsh will eine neue Ära der Geldpolitik einläuten Der Chef der US-Notenbank Warsh nutzt seinen Auftritt auf der Jahrestagung der EZB für klare Worte. Das stellt auch alte EZB-Gewohnheiten infrage. von Henrike AdamsenDie Zentralbanker hatten den Leitzins im Juni auf der ersten Sitzung unter der Leitung von Warsh in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen, aber eine mögliche Straffung im Jahresverlauf avisiert. Es werde unwahrscheinlicher, dass die US-Notenbank im Rahmen ihrer anstehenden Sitzung am 29. Juli eine Leitzinsanhebung beschließe, sagte LBBW-Analyst Elmar Völker zu den Inflationsdaten. Mit einem Rückgang auf 3,5 Prozent sei die Teuerung aber „noch immer unangenehm hoch“, erklärte der Experte. „Sollte eine dauerhafte Entspannung im Nahen Osten weiterhin ausbleiben, dann könnte der Handlungsdruck auf die Fed im Herbst neuerlich wachsen.“Zinserhöhung im September?Chefökonom Thomas Gitzel von der VP Bank sieht in dem Rückgang der Inflation ebenfalls keineswegs eine Entwarnung. „Sollte die Inflationsrate im Juli wieder höher ausfallen, könnte sich die Fed gezwungen sehen, im September ihre Leitzinsen zu erhöhen.“ Dies lässt sich auch aus jüngsten Äußerungen von Fed-Direktoriumsmitglied Christopher Wallerherauslesen: Dieser sagte, die Fed müsse die Leitzinsen möglicherweise bald anheben, sollte die Teuerung weiterhin deutlich über dem Ziel der Fed von zwei Prozent verharren.Die Notenbank achtet besonders auf ein Inflationsmaß, das auf die Konsumgewohnheiten der Verbraucher ausgerichtet ist - den sogenannten PCE-Index. Die daraus berechnete Teuerungsrate schnellte im Mai infolge des vom Iran-Krieg ausgelösten Energiepreisschubs auf 4,1 Prozent von 3,8 Prozent im April in die Höhe. rtr Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick