Am Frankfurter Flughafen haben sich vier Personen mit Malaria infiziert. Darüber wurde der Flughafenbetreiber Fraport vom zuständigen Gesundheitsamt Frankfurt informiert, wie eine Sprecherin der Fraport und eine Sprecherin des Frankfurter Gesundheitsamts der F.A.Z. am Dienstag bestätigten.Man gehe derzeit davon aus, dass die Menschen durch eine in einem Flugzeug mitreisende Mücke infiziert wurden. Um welchen Flug es sich genau handelt, war am Dienstag zunächst nicht zu erfahren. Der Übertragungsweg gilt unter Medizinern als selten, hat allerdings schon einen eigenen Namen: „Airport-Malaria“.Laut einer internen Mitteilung des Unternehmens, die der F.A.Z. vorliegt, haben bislang keine Übertragungen von Mensch zu Mensch stattgefunden. Diese sind bei Malaria ohnehin nahezu unmöglich, da sie als „vektorübertragene Infektionskrankheit“ nur durch eine Infektion durch Spenderblut oder Nadelstichverletzungen übertragbar ist.Bei schneller Behandlung kann Infektion ausheilenÜbertragungen im Vorfeld, in der Technik und der Frachtabfertigung könnten aber dennoch nicht ausgeschlossen werden, heißt es. Der Medizinische Dienst am Flughafen schätze das Risiko aber als „gering“ ein. Mitarbeiter werden gebeten, bei Fiebersymptomen den Hausarzt aufzusuchen und von „Airport-Malaria“ zu berichten. Im Zweifel soll eine Infektion mit der Krankheit in einer tropenmedizinischen Einrichtung, etwa dem Frankfurter Uniklinikum, ausgeschlossen werden.Die Insekten gelangen typischerweise in tropischen Gebieten, insbesondere in Ländern südlich der Sahara, ins Flugzeug, wie Jonas Haller und Christian Kleine von der Abteilung für Infektiologie im Gesundheitsamt in Frankfurt im vergangenen Jahr im „Hessischen Ärzteblatt“ schrieben. Obwohl die Jets mit Insektiziden behandelt werden, gelinge es einigen Exemplaren offenbar, bis zum Erreichen des Zielflughafens und darüber hinaus zu überleben, insbesondere in den Sommermonaten, schreiben die Experten.Laut dem Artikel kam es in den vergangenen sieben Jahren zu insgesamt sechs Fällen von Malaria am Frankfurter Flughafen, wobei alle Personen nicht verreist waren, sondern am Flughafen arbeiteten. Die Fälle traten, wie auch die aktuellen, ausnahmslos in den Sommermonaten auf, wenn die hohen Temperaturen das Überleben der Mücken begünstigen.Typische Symptome der Krankheit sind (hohes) Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit. Unbehandelt kann Malaria tödlich enden, bei früher Diagnose und Behandlung kann die Krankheit wieder vollständig ausheilen.
Mücke an Bord: Vier Malaria Infektionen am Flughafen Frankfurt
Der Erreger wurde vermutlich durch eine in einem Flugzeug mitgereiste Mücke übertragen. Mitarbeiter werden gebeten, bei Fiebersymptomen den Hausarzt aufzusuchen.










