Um mehr Möglichkeiten zur Verfügung zu haben, Raketen ins All zu schießen, sollen ehemalige Ölplattformen auf dem äußeren Festlandsockel zu Startplattformen umgebaut werden. Das hat die US-Regierung angekündigt.

Das Bureau of Ocean Energy (BOEM) hat in einer Bekanntmachung Unternehmen, Forschungseinrichtungen und andere Beteiligte aufgefordert, innerhalb von 30 Tagen „technische, ökologische und betriebliche Informationen“ dazu bereitzustellen. Die Daten sollen dazu beitragen, entsprechende Aktivitäten vorzubereiten und Offshore-Raketenstarts und -landungen zu planen.

„Der äußere Festlandsockel bietet eine wichtige Möglichkeit, die Zukunft der US-Raumfahrtwirtschaft zu unterstützen. Eine Offshore-Infrastruktur für Starts, Wiedereintritte und Bergungen könnte mehr Flexibilität im Betrieb bringen, die Kapazität erhöhen, Engpässe bei der wachsenden Nachfrage nach Starts verringern sowie die kommerziellen und nationalen Sicherheitskapazitäten im Weltraum stärken“, sagte der amtierende BOEM-Direktor Matt Giacona.

US-Vorherrschaft im All

Der Aufruf steht nach Angaben der Behörde im Einklang mit einem Erlass von US-Präsident Donald Trump vom Dezember 2025. Dieser forderte Aktivitäten von US-Behörden, um eine US-Vorherrschaft im All zu sichern. Die soll unter anderem durch das Wachstum der US-Raumfahrtwirtschaft erlangt werden.