PfadnavigationHomePanoramaUlm„Er wollte einen ihm unbekannten Verkäufer abstechen“ – Messerangreifer gesteht MordversuchStand: 13:32 UhrLesedauer: 2 MinutenDer angeklagte Eritreer vor dem Landgericht Ulm Quelle: Stefan Puchner/dpaDer Fall sorgte bundesweit für Aufsehen: Ein 30-Jähriger soll im Januar in einem Elektronikmarkt mit einem Messer auf einen Mitarbeiter eingestochen haben. Zu Prozessbeginn spricht dessen Verteidiger von „Frust, Wut und Verzweiflung“.Ein 30-Jähriger hat vor dem Ulmer Landgericht den Mordversuch an einem Angestellten eines Elektronikmarktes gestanden. Er habe aus „Frust, Wut und Verzweiflung gehandelt“, ließ er über seinen Verteidiger am ersten Verhandlungstag erklären. Der Mann aus Eritrea steht wegen eines Messerangriffs in einem Elektronikmarkt vor dem Landgericht.Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mordversuch und schwere Körperverletzung vor. Er soll Mitte Januar einen 25-jährigen Angestellten niedergestochen und lebensgefährlich verletzt haben. Auch zwei Kollegen des Mannes wurden verletzt. Der 30-Jährige ließ über seinen Verteidiger erklären, dass er die Taten einräume. Dies gelte auch für den Mordvorwurf. Er schäme sich dafür und können sich heute nicht erklären, wie es dazu kommen konnte.Lesen Sie auchDer Fall hatte für großes Aufsehen gesorgt. Der Fachmarkt gehört zu einem belebten Einkaufsgebiet mit einer Vielzahl von Geschäften vor der Ulmer Innenstadt. Es wird täglich von Tausenden aufgesucht.Der 30-Jährige war nach der Tat aus dem Geschäft geflüchtet, dann aber von der Polizei gestellt worden. Als er laut Polizei das Messer nicht niederlegen wollte und stattdessen auf die Beamten losging, wurde er niedergeschossen und schwer verletzt. Er sitzt seit Januar in Untersuchungshaft.Rache an Mobilfunkverkäufern?Laut Anklage griff der Mann den Angestellten aus folgendem Grund an: „Da er mutmaßlich in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit Mobiltelefonverkäufern gemacht hatte, entschied er sich, einen ihm nicht bekannten Mobilfunkverkäufer abzustechen!“ Lesen Sie auchEr habe deshalb in den Tagen zuvor ein Küchenmesser mit einer Klinge von 20 Zentimetern gekauft. Er sei in den Fachmarkt gegangen, um sich an einem Mobiltelefonverkäufer zu rächen und ihn zu töten, so die Staatsanwaltschaft.Für den Angestellten kam der Angriff demnach völlig überraschend. 15 Stichverletzungen erlitt der Mann laut Anklage. Der Angreifer soll auch mehrmals auf ihn eingestochen haben, als dieser schon wehrlos am Boden lag.Der Mitarbeiter musste mehrmals reanimiert und notoperiert werden. Er lag laut Anklage zwölf Tage im künstlichen Koma. Das Opfer will während des Verfahrens selbst über das Geschehen aussagen.Der Angeklagte ist einschlägig vorbestraft und war erst wenige Wochen zuvor aus dem Gefängnis entlassen worden. Eine Abschiebung war laut Justizministerium daran gescheitert, dass die Behörden in Eritrea nicht kooperiert haben. Ein Urteil könnte Mitte August fallen.dpa/rct
Ulm: „Er wollte einen ihm unbekannten Verkäufer abstechen“ – Messerangreifer gesteht Mordversuch - WELT
Der Fall sorgte bundesweit für Aufsehen: Ein 30-Jähriger soll im Januar in einem Elektronikmarkt mit einem Messer auf einen Mitarbeiter eingestochen haben. Zu Prozessbeginn spricht dessen Verteidiger von „Frust, Wut und Verzweiflung“.









