PfadnavigationHomeRegionalesHamburgPflegeheimeSteigende Eigenbeteiligung – so hart trifft es Hamburger SeniorenVeröffentlicht am 15.07.2026Lesedauer: 2 MinutenDie Kosten für einen Platz im Pflegeheim sind in Hamburg im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 300 Euro gestiegenQuelle: Frank Molter/dpaPflegebedürftige in Hamburg zahlen hohe Summen für ihren Heimplatz – Tausende bekommen Zuschüsse über Hilfen zur Pflege. Der Kassenverband fordert: „Investitionskosten sind Ländersache und müssen endlich auch vollumfänglich von diesen getragen werden“Pflegebedürftige in Hamburg müssen für einen Platz in einem Heim zunehmend mehr Geld zahlen. Mit Stand Anfang Juli lag die Eigenbeteiligung im ersten Jahr im Schnitt bei 3481 Euro im Monat, wie eine Auswertung des Verbands der Ersatzkassen ergeben hat. Das waren 302 Euro mehr als ein Jahr zuvor. Der Anstieg in Hamburg fiel überdurchschnittlich aus. Bundesweit nahm die Eigenbeteiligung im Schnitt um 256 Euro zu.Von Bundesland zu Bundesland variiert, wie viel Geld Pflegebedürftige zahlen müssen. Gründe sind unterschiedliche Personalkosten und Investitionen der Länder. Die durchschnittliche Eigenbeteiligung lag bundesweit im Schnitt bei 3364 Euro. Pflege in Hamburg ist somit eher teuer.Lesen Sie auch„Investitionskosten sind Ländersache und müssen endlich auch vollumfänglich von diesen getragen werden“, sagte die Vorstandsvorsitzende des Verbands, Ulrike Elsner. Das gelte auch für Ausbildungskosten des Pflegepersonals. Würden die zuständigen Länder die Kosten für Investitionen und Ausbildung übernehmen, müssten Heimbewohner rund 650 Euro weniger zahlen.Anspruch auf Hilfe vom StaatMit längerer Aufenthaltsdauer sinken die Kosten für die Pflegebedürftigen, weil die Pflegekasse einen zunehmend höheren Zuschuss zahlt. Erwachsene Kinder, die ein Jahresbruttoeinkommen von mehr als 100.000 Euro haben, müssen sich an der Finanzierung beteiligen. Über die Regel diskutiert derzeit die Koalition.Können die Pflegebedürftigen den Heimaufenthalt nicht bezahlen, haben sie unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf staatliche Unterstützung. Über die sogenannte Hilfe zur Pflege übernimmt das Sozialamt die ungedeckten Kosten, wenn Einkommen, Rente, Pflegekasseleistungen und Vermögen nicht ausreichen. In Hamburg sind nach aktuellen Zahlen des Statistikamts Nord 11.750 pflegebedürftige Menschen auf solche Leistungen angewiesen, mehr als die Hälfte von ihnen lebt in einem Pflegeheim.lno/juve