Hintergrund ist nach SPIEGEL-Informationen ein Ermittlungsverfahren gegen derzeit zehn Beschuldigte, darunter acht Justizvollzugsbeamte der JVA Rheinbach. Es geht unter anderem um den Verdacht der Bestechlichkeit beziehungsweise Bestechung sowie um den Verdacht des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln.Verbotene Gegenstände ins Gefängnis geschmuggelt?Wie ein Sprecher der Bonner Polizei auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa sagte, gibt es Durchsuchungen im Gefängnis in Rheinbach sowie in Wohnungen in Köln, Euskirchen, Rheinbach und Siegburg sowie in Rheinland-Pfalz.
Die beschuldigten Justizvollzugsbeamten stehen nach SPIEGEL-Informationen im Verdacht, als sogenannte Schlepper gegen Zahlung verbotene Gegenstände, insbesondere Handys und Drogen, in die JVA Rheinbach eingeschmuggelt und diese an Inhaftierte weitergegeben zu haben. Die zu schmuggelnden Gegenstände und die Gegenleistung – mutmaßlich Geld und Gutscheine – hierfür sollen die Justizvollzugsbeamten durch Angehörige oder Freunde der Inhaftierten außerhalb der JVA erhalten haben.Insgesamt sollten am Dienstag neun Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt werden, sechs in NRW und drei in Rheinland-Pfalz. Dabei suchte die Polizei nach Beweismitteln wie Handys. Festnahmen gab es bislang offenbar nicht.Anfang Mai hatte die Polizei bereits Räume der nordrhein-westfälischen JVA Euskirchen durchsucht. Auch dort wird gegen mehrere Bedienstete und ehemalige Häftlinge ermittelt. Die Gefängnismitarbeiter sollen unter anderem regelrechte »Bestechungs-Abos« verkauft haben, bei denen Inhaftierte gegen eine monatliche Bezahlung vor Kontrollen gewarnt worden sein sollen. (Lesen Sie hier mehr zu dem Fall).










