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Aus dem Fahrradteilehandel seines Vaters hat Roman Arnold gemeinsam mit seinem Bruder die weltweit bekannte Fahrradmarke Canyon entwickelt. Im Interview spricht er über durchdigitalisierte Räder, den gesellschaftlichen Stellenwert von Sport und die schwierige wirtschaftliche Lage der Branche.
DIE ZEIT: Herr Arnold, Canyon-Räder kosten heute in der Regel mehrere Tausend Euro, selbst ohne Elektromotor. Wer ist bereit, so viel Geld für ein Fahrrad auszugeben?
Roman Arnold: Wir haben bei Canyon ein Prinzip entwickelt, das wir Pure Cycling nennen. Das ist der Moment, wenn nichts anderes als das Radfahren zählt. Wenn ich im Wald einen Anstieg hochfahre und der ganze Stress von der Arbeit abfällt, ich alles um mich herum vergesse und voll im Flow bin. Für andere ist es morgens die Fahrt mit dem E-Bike zur Arbeit, wenn man den Wind spürt und gut gelaunt im Büro ankommt. Unsere Kunden sehen ein Fahrrad nicht nur als Fortbewegungsmittel, sie haben eine emotionale Verbindung dazu. Deshalb ist es ihnen wichtig, dass die Räder leicht sind, bestimmte Features haben und die einzelnen Komponenten stimmen. Das darf dann auch etwas mehr kosten.







