US-Regierung zahlt 81 Milliarden Dollar Zollgebühren an Unternehmen zurückDie US-Regierung hat größtenteils wegen einer Entscheidung des Obersten Gerichtshof gegen die Zollpolitik von Präsident Trump dutzende Milliarden Dollar an Unternehmen zurückgezahlt. Im bisherigen Steuerjahr, das im Oktober 2025 begann, gab es Rückzahlungen in Höhe von 81 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 71 Milliarden Euro), wie das Finanzministerium am Montag mitteilte. Im gesamten Vorjahr waren es nur fünf Milliarden Dollar.Ein Ministeriumsvertreter bestätigte, dass bei Weitem die meisten Rückzahlungen auf das Urteil des Supreme Court im Februar zurückgehen. Demnach entfallen die allermeisten Rückzahlungen auf die Monate Mai und Juni. Zölle auf Einfuhren in die USA sind ein zentrales Werkzeug von Trumps Handelspolitik. Der Präsident will so die Staatskasse füllen und Unternehmen dazu bewegen, sich in den USA niederzulassen und dort zu produzieren. Auch als Druckmittel in geopolitischen Konflikten und in den Verhandlungen für Handelsabkommen sind Zölle oft Trumps Mittel der Wahl.Im Februar entschied der Supreme Court jedoch, dass der Präsident mit einem Großteil der von ihm verhängten Aufschläge seine Zuständigkeiten überschritten hatte. Viele Unternehmen beantragten daraufhin die Rückzahlung der gezahlten Gebühren.Das US-Haushaltsdefizit, das sich im vergangenen Jahr dank der Zolleinnahmen verringert hatte, wächst nach Angaben des Finanzministeriums nun wieder. In den ersten neun Monaten des Haushaltsjahres belief es sich auf 1,367 Billionen Dollar, was einem Anstieg von zwei Prozent entspricht. Zudem gaben die USA allein für Zinszahlungen auf ihre Schulden über eine Billion Dollar aus - ein Anstieg um 14 Prozent. Die Militärausgaben stiegen aufgrund des Iran-Krieges um fünf Prozent. China liefert deutlich mehr Waren nach DeutschlandChinas Exporte nach Deutschland sind im Juni weiter kräftig gestiegen. In US-Dollar gerechnet lagen sie 27,2 Prozent höher als im Vorjahresmonat, wie aus Daten der Zollbehörde in Peking hervorgeht. Chinas Importe aus Deutschland legten dagegen nur um 3,1 Prozent zu, während die länderübergreifende Wachstumsquote um ein Vielfaches höher lag.Auch im gesamten ersten Halbjahr wuchsen die chinesischen Lieferungen nach Deutschland deutlich stärker als die Einfuhren aus der Bundesrepublik. Die Exporte stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19 Prozent, die Importe lediglich um 1,8 Prozent. Im ersten Halbjahr lieferte China somit Waren im Wert von 67,5 Milliarden Dollar (etwa 59,3 Milliarden Euro) nach Deutschland. Die Einfuhren aus der Bundesrepublik erreichten 45,2 Milliarden Dollar. Damit lag Deutschlands Handelsdefizit mit China bei 22,3 Milliarden Dollar.Deutschland hatte lange stark vom wirtschaftlichen Aufstieg Chinas profitiert und vor allem Autos, Maschinen und Spezialtechnik in die Volksrepublik verkauft. Inzwischen hat sich das Verhältnis verändert. Chinesische Unternehmen bieten selbst technologisch anspruchsvolle Produkte zu niedrigen Preisen auf den Weltmärkten an. Die Entwicklung sorgt deshalb auch für politische Diskussionen darüber, wie Deutschland und Europa mit der wachsenden Konkurrenz aus Fernost umgehen sollen.Besonders groß ist der Konkurrenzdruck in der Autoindustrie und im Maschinenbau. Chinesische Hersteller gewinnen bei Elektroautos Marktanteile und bieten zunehmend auch anspruchsvolle Maschinen und Anlagen an. Zugleich ist Deutschland bei wichtigen Produkten wie Batterien und pharmazeutischen Vorprodukten stark von China abhängig.Der Wettbewerb dürfte sich weiter verschärfen. China fördert gezielt Zukunftsbranchen wie Halbleiter, Robotik, Quantentechnologie, Wasserstoffnutzung und Biotechnologie. Viele dieser Bereiche stehen auch im Mittelpunkt der deutschen Hightech-Politik.Auch Chinas Außenhandel insgesamt wuchs im Juni kräftig. Die Exporte in alle Länder stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 27 Prozent. Die Importe legten um 36 Prozent zu. Aus- und Einfuhren legten damit deutlich stärker als von Experten erwartet zu.Hapag-Lloyd erhöht Prognose wegen höherer TransportpreiseDie Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd hat dank einer starken Nachfrage und gestiegener Frachtraten ihre Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben. Der Vorstand erwarte für 2026 nun ein operatives Ergebnis (Ebitda) von 2,7 bis 3,7 Milliarden Dollar (rund 2,3 bis 3,3 Milliarden Euro), teilte das Unternehmen am Montag mit. Der Konzern war von 1,1 bis 3,1 Milliarden ausgegangen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll nun zwischen 0,1 und 1,1 Milliarden Dollar liegen, nach einer vorherigen Spanne von minus 1,5 Milliarden bis plus 500 Millionen Dollar. Wegen volatiler Frachtraten und großer geopolitischer Herausforderungen sei die Prognose jedoch mit hoher Unsicherheit behaftet.Der deutsche Branchenprimus hatte zuletzt mit den Folgen von Seeblockaden im Nahen Osten zu kämpfen. Wegen des Ende Februar ausgebrochenen Krieges der USA und Israels gegen den Iran sowie der Angriffe jemenitischer Huthi-Rebellen meiden Reedereien den Suezkanal und die Straße von Hormus. Die Umwege trieben zudem die Kosten für Hapag-Lloyd um wöchentlich 50 bis 60 Millionen Dollar in die Höhe. Im ersten Quartal war der Konzern deshalb beim Ebit mit minus 134 Millionen Euro in die roten Zahlen gerutscht. Konzernchef Rolf Habben Jansen hatte im Mai erklärt, dass eine rasche Entspannung der Lage nicht absehbar sei. Vossloh erwartet weniger Umsatz- und Gewinnwachstum Der Bahntechnikkonzern Vossloh hat vor dem Hintergrund gesamtwirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheiten seine Erwartungen an das laufende Geschäftsjahr leicht gesenkt. Den aktuellen Nachfrage- und Kostenentwicklungen könne man sich nicht vollständig entziehen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Das zeige sich in geringeren Abrufen aus Rahmenverträgen in einzelnen Ländern. Außerdem dürften sich einzelne Lieferungen in das kommende Jahr verschieben. Zudem könnten höhere Beschaffungs- und Logistikkosten nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden. Der Umsatz dürfte bei 1,51 bis 1,61 Milliarden Euro liegen, teilte das im S-Dax notierte Unternehmen am Montagabend mit. Zuvor war Vossloh von 1,56 bis 1,66 Milliarden Euro ausgegangen.Den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sieht das Unternehmen nun bei 195 bis 210 Millionen Euro (zuvor 215 bis 230 Millionen Euro). Während die bisherige Erlösschätzung von Analysten noch das obere Ende der neuen Spanne erreicht, verfehlt das aktualisierte Ebitda-Ziel die Erwartungen.Anleger zeigten sich dennoch gelassen, auch weil Vossloh die Belastungen als vorübergehend beziehungsweise einmalig ansieht. Vor diesem Hintergrund bestätigte der Konzern seine Erwartungen an das kommende Geschäftsjahr. So soll es weiter ein deutliches organisches Wachstum und eine klare Verbesserung des Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) geben. Rettung der insolventen Eichbaum-Brauerei gescheitertNach fast 350 Jahren muss die insolvente Brauerei Eichbaum den Betrieb einstellen, Rettungsversuche sind gescheitert, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Trotz Restrukturierungsmaßnahmen arbeite sie defizitär, Darlehen könnten nicht zurückgezahlt werden, teilte das Mannheimer Unternehmen mit. „Vor diesem Hintergrund besteht aus wirtschaftlichen sowie insolvenzrechtlichen Gründen keine andere Möglichkeit, als die Betriebseinstellung einzuleiten.“ Zuvor hatte der „Mannheimer Morgen“ darüber berichtet. Von der Betriebseinstellung seien alle rund 240 Beschäftigte am Standort betroffen. „Sie werden nun kurzfristig betriebsbedingte Kündigungen erhalten“, hieß es. Dies betreffe auch rund 30 Beschäftigte, die schon einem Wechsel in eine Transfergesellschaft zugestimmt hatten, da diese ohne den bis zuletzt angestrebten Erhalt des Unternehmens nicht zustande komme.Vorausgegangen war der Mitteilung zufolge eine umfassende Prüfung verschiedener Sanierungs- und Fortführungslösungen, die sich letztlich aber als nicht umsetzbar erwiesen. „Dem Unternehmen fehlen die erforderlichen finanziellen Mittel, um den gesamten Betrieb und die Verhandlungen über einen eventuellen Verkauf fortzuführen, ohne die Insolvenzmasse und damit die Interessen der Gläubigerinnen und Gläubiger zu beeinträchtigen.“Die Brauerei hatte Ende Oktober 2025 den Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt. Im Export war der Umsatz zurückgegangen, im Inland sank die Nachfrage. Das führte zu einem Liquiditätsengpass. Zuletzt war der Einstieg eines Investors im Gespräch gewesen, der Geld in die Brauerei stecken und wesentliche Vermögenswerte übernehmen wolle. Nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hätten knapp 100 Stellen erhalten werden können.Die Brauerei wurde nach eigenen Angaben 1679 gegründet. Sie lieferte demzufolge weltweit in mehr als 60 Länder. Eichbaum sollte früheren Plänen zufolge von einer reinen Brauerei zu einem breiter aufgestellten Getränkehersteller umgebaut werden. Erst wenigen Monaten war bekannt geworden, dass Eichbaum seine Marke Karamalz samt Produktion an Veltins verkauft hat. Der Verkaufspreis wurde nicht genannt.Stellantis kommt mit E-Autos voranDer Autoherseller Stellantis hat die Auslieferungen an Händler und Importeure im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um zehn Prozent erhöht. Eingeschlossen sind in den Zahlen nach eigenen Angaben vom Montag auch Direktauslieferungen an Einzelkunden und Firmenflotten, doch sie nehmen traditionell einen kleinen Teil ein. Die Auslieferungen wurden vor allem vom Wachstum in Nordamerika getragen, wo Stellantis stark investiert und neue Modelle herausbringt. Dort wuchs der Absatz um 38 Prozent auf 445.000 Fahrzeuge. Im erweiterten Europa – dem wichtigsten Markt – stiegen die Auslieferungen um 5 Prozent auf 762.000 Autos. Mit jeweils drei Prozent Rückgang schnitten dagegen die Märkte Südamerika und Mittlerer Osten/Afrika negativ ab.In Europa kamen nach Stellantis-Angaben vor allem vollelektrische Autos gut an. Der Konzern erwähnt positiv die Modelle Citroën C3, C3 Aircross, Opel/Vauxhall Frontera, den Fiat Grande Panda sowie den Jeep Compass. Die Autos des chinesischen Herstellers Leapmotor, an dem Stellantis beteiligt ist, gehörten ebenfalls zu den Gewinnern. Schlechter lief es dagegen bei den Modellen Jeep Avenger, Fiat 600, Opel Mokka und Peugeot 2008. Für das erste Quartal 2026 hatte Stellantis konzernweit bereits ein Wachstum der „shipments“ von 12 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2025 gemeldet. Damals hatten Nordamerika um 17 Prozent und das erweiterte Europa um 12 Prozent zugelegt. 1,8 Milliarden Dollar für Drohnenhersteller HelsingDer 2021 gegründete Münchner Drohnen- und Softwarehersteller Helsing hat in einer der bislang größten Finanzierungsrunden für europäische Start-ups 1,8 Milliarden Dollar eingeworben. Die Bewertung des Unternehmens mit seinen über 1.000 Mitarbeitern ist nach Helsing-Angaben nunmehr auf 18 Milliarden Dollar gestiegen. Zu den Investoren zählen unter anderem der kanadische Pensionsfonds CCP Investments und zwei Größen der US-Finanzwelt: JP Morgan Chase und die zur gleichnamigen Investmentbank gehörende Kapitalanlagegesellschaft Goldman Sachs Alternatives. Die Mehrheit des Unternehmens bleibt nach Helsing-Angaben jedoch in europäischem Besitz.Helsing zählt sich nicht länger zu den Start-ups, sondern zu den sogenannten „Neo Primes“ - das sind softwarezentrierte Jungunternehmen, die den großen etablierten Rüstungsfirmen Konkurrenz machen. Technologischer Schwerpunkt bei Helsing sind nicht die Drohnen, sondern die KI-gestützte Software, die die unbemannten Flugzeuge steuert. Das Unternehmen beliefert unter anderem die ukrainischen Streitkräfte mit Kamikazedrohnen. Seit vergangenem Jahr produziert Helsing auch Unterwasser-Aufklärungsdrohnen, in der Entwicklung ist mit Hilfe des 2025 übernommenen Flugzeugbauers Grob Aircraft ein unbemannter Kampfjet. Die neuen Investorengelder sollen vor allem in die Entwicklung neuer KI-Plattformen fließen.An der Börse ist der zeitweilige Boom von Rüstungsaktien in diesem Jahr zu Ende gegangen. So hat sich der Rheinmetall -Kurs seit Januar halbiert, steht allerdings immer noch um ein Vielfaches höher als vor fünf Jahren. Der französisch-deutsche Panzer- und Geschützhersteller KNDS hatte seinen geplanten Börsengang kürzlich verschoben. „Neo Primes“ haben bei Investoren offenkundig nach wie vor Konjunktur. Nach Angaben von Helsing war die Finanzierungsrunde stark überzeichnet – was bedeutet, dass das Unternehmen noch mehr Geld hätte einwerben können. Vor knapp zwei Wochen hatte bereits Quantum Systems, ein weiteres bayerisches Jungunternehmen, eine Finanzierungsrunde über eine Milliarde Dollar abgeschlossen. Rheinmetall sichert sich Großauftrag in GroßbritannienRheinmetall übernimmt mit Partnern die Digitalisierung der Gefechtsausbildung britischer Truppen. Die Düsseldorfer seien neben Raytheon an dem Projekt beteiligt, das eine Laufzeit von 15 Jahren habe, teilte der Rüstungskonzern am Montag mit. Auf Rheinmetall entfalle dabei ein Auftragswert von knapp einer Milliarde Euro. Das Projekt ermögliche es Rheinmetall, seine Standorte und die Belegschaft in Großbritannien auszubauen. Das Land ist einer der strategischen Kernmärkte von Rheinmetall in Europa. KI-Boom treibt Umsatz von Chipfertiger TSMC weiter anDer weltgrößte Chip-Auftragsfertiger TSMC hat dank des anhaltenden Booms bei Künstlicher Intelligenz (KI) seinen Umsatz im abgelaufenen zweiten Quartal kräftig gesteigert. Die Erlöse kletterten von April bis Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 36 Prozent auf 1,27 Billionen Taiwan-Dollar (rund 34,64 Milliarden Euro), wie der taiwanische Konzern am Montag mitteilte. Von LSEG befragte Analysten hatten im Schnitt mit 1,264 Billionen Taiwan-Dollar gerechnet. Der wertvollste börsennotierte Konzern Asiens, der den iPhone-Hersteller Apple sowie den Chip-Entwickler Nvidia zu seinen Kunden zählt, hatte die ursprünglich für vergangenen Freitag geplante Veröffentlichung seiner Eckdaten wegen eines Taifuns verschoben. Am Donnerstag will TSMC detaillierte Quartalsergebnisse präsentieren. Fraport senkt Passagierziele für Frankfurt – Finanzausblick stehtDer Flughafenbetreiber Fraport rechnet nach einem schwachen Monat Juni für dieses Jahr nicht mehr mit einem spürbaren Anstieg der Passagierzahlen am Heimatflughafen Frankfurt. So geht Fraport-Chef Stefan Schulte nur noch von einem Abschneiden auf dem Vorjahresniveau von 63,2 Millionen Passagieren aus, bisher standen 65 bis 66 Millionen Fluggäste im Plan. Im Juni ging das Passagieraufkommen im Jahresvergleich um 1,7 Prozent auf rund 5,7 Millionen zurück, wie der MDax-Konzern am Montag mitteilte. Vor allem der Nahostkrieg belastete die Zahlen, aus und in die Staaten des Nahen Ostens lag das Minus im Monat bei mehr als einem Viertel. Den Finanzausblick aufs Jahr bestätigte das Management.Fraport-Chef Schulte sprach von zahlreichen Sonderfaktoren, unter anderem von Streiks bei der Lufthansa und den Krieg im Iran. Dieser habe sich nicht nur direkt auf die Nachfrage nach Flügen in und aus dem Nahen Osten niedergeschlagen. „Die damit verbundenen Befürchtungen einer Kerosin-Mangellage und massive Ölpreissteigerungen haben zu einer spürbaren Buchungszurückhaltung geführt und gleichzeitig zu einem teils deutlich reduzierten Angebot der Airlines“, sagte er laut Mitteilung. Fraport kam in den ersten sechs Monaten auf 28,9 Millionen Fluggäste am Flughafen Frankfurt. Das sind 0,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Regionen Afrika und Fernost konnten die Schwäche im Nahen Osten mit deutlichen Zuwächsen nicht wettmachen.Zehntausende Beschwerden über die PostAus Frust über verlegte, verlorene oder beschädigte Briefe und Pakete haben Verbraucher Zehntausende Beschwerden bei einer Behörde eingereicht. Wie aus der Website der Bundesnetzagentur hervorgeht, gingen bei ihr im ersten Halbjahr 35.728 kritische Wortmeldungen beim sogenannten Mängelmelder ein. Im Vorjahreszeitraum hatte die Behörde 22.981 Beschwerden gezählt und damit so viele wie noch nie. Die Zahlen sind laut Netzagentur aber nicht vergleichbar, da sich die Methodik geändert hat.Die Beschwerden richten sich gegen alle Postdienstleister, in 87 Prozent der Fälle geht es um den Marktführer Deutsche Post/DHL , der als einzige Firma sowohl Briefe als auch Pakete austrägt. Den Mängelmelder gibt es erst seit Herbst 2025. Die Website enthält Fragen mit Multiple-Choice-Antworten, bei denen Verbraucher sich einfach durchklicken und ihre Beschwerde nicht mehr in eigenen Worten ausformulieren müssen, wie es im alten System der Fall war.Die Post hält Beschwerdezahlen für „aufgebläht“Die Post argumentiert, dass durch das neue System die Hemmschwelle sinke und sich manch Verbraucher leichter tue mit der Eingabe subjektiv empfundener Mängel, die sich bei näherer Betrachtung jedoch als unberechtigt erwiesen. Und manch neue Beschwerde wäre über das alte System vielleicht gar nicht eingereicht worden.VW-Chef sieht „intelligentere Lösungen“ als WerksschließungenIm Ringen um die Zukunft Zehntausender Arbeitsplätze bei Volkswagen will Konzernchef Oliver Blume nach eigenen Angaben Fabrikschließungen vermeiden. „Es gibt intelligentere Lösungen, als Werke zu schließen“, sagte Blume der „Bild am Sonntag“ laut Vorabmeldung. Als gefährdet gelten die Werke in Zwickau und Emden, das Audi-Werk in Neckarsulm und das Nutzfahrzeug-Werk in Hannover. Einsparungen an deutschen Produktionsstandorten zeigen laut Blume bereits Wirkung: „Unsere Fabrikkosten in Deutschland konnten wir allein im vergangenen Jahr um durchschnittlich 20 Prozent verbessern. Ein starker Fortschritt.“ Das Unternehmen müsse Kosten weiter senken.Positiv äußerte sich Blume über die neue Elektroflotte: „Von unserer neuen Einstiegsfamilie um den ID. Polo haben wir über 50.000 Autos in den ersten vier Wochen verkauft. Wir sind klarer Marktführer in Europa – bei Verbrennern und vollelektrischen Fahrzeugen.“ Sorgen bereitet dem VW-Chef die Weltlage: „Unser Umfeld war noch nie so anspruchsvoll und risikobehaftet wie heute. Geopolitische Spannungen, Handelsbarrieren, Regulatorik, Marktumbrüche und intensive Konkurrenz.“Blume hatte bereits angekündigt, die Produktionskapazität bis 2030 um eine Million auf neun Millionen Fahrzeuge pro Jahr zu senken. Die Zahl der Modelle soll bis 2035 um die Hälfte reduziert werden, um kostengünstiger und effizienter produzieren zu können. Die Marken sollen sich weniger überlappen - Modelle von VW, Skoda und Seat etwa machen sich gegenseitig Konkurrenz.In den Werken in Zwickau, Emden, Neckarsulm und Hannover arbeiten 40.000 Menschen. VW überlegt nach früheren Angaben, dort Rüstungsfirmen anzusiedeln oder eigene, in China entwickelte Modelle zu bauen. Zudem sollen bis 2030 von weltweit 21.000 Management-Posten 5000 gestrichen werden. Wie viele der mehr als 650.000 Arbeitsplätze weltweit wegfallen könnten, hatte der Vorstand offen gelassen. Meta stellt neue KI-Bildfunktion nach Kritik wieder einDer Facebook-Mutterkonzern Meta hat eine erst vor wenigen Tagen eingeführte Funktion zur Erstellung von Bildern mit Künstlicher Intelligenz (KI) nach massiver Kritik wieder eingestellt. Mit dem Werkzeug konnten Nutzer Bilder auf Basis öffentlicher Instagram-Konten generieren. Das Unternehmen teilte am Freitag (Ortszeit) mit, man habe auf die Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes reagiert. „Wir haben das Feedback gehört, dass diese Funktion ihr Ziel verfehlt hat, daher ist sie nicht mehr verfügbar“, hieß es in einer Erklärung. Meta hatte die Anwendung „Muse Image“ erst am Dienstag als Teil seines KI-Chatbots auf den Markt gebracht. Die Funktion stieß jedoch umgehend auf Widerstand, da sie für die Nutzer standardmäßig aktiviert war. Die US-Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA und mehrere Prominente riefen daraufhin dazu auf, das Werkzeug manuell abzuschalten. Die Gewerkschaft kritisierte die automatische Zustimmung als inakzeptabel und als völlige Fehleinschätzung der öffentlichen Stimmung. SAG-AFTRA begrüßte Metas Schritt, die Funktion schließlich wieder einzustellen.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
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