PfadnavigationHomePanoramaNach GehwegplattenwurfPolizei umstellt berüchtigtes Wohnhaus – Bewohner geben DNA-Tests abVeröffentlicht am 14.07.2026Lesedauer: 2 MinutenSeit dem Morgen führt die Polizei einen Großeinsatz in einem Hochhaus in Kiel durch, aus dem ein Pflasterstein auf einen Streifenwagen geworfen worden ist. „Man versucht, die Menschen dazu zu bewegen, einen DNA-Test abzugeben“, berichtet Peter Will.Das Wohnhaus „Weißer Riese“ ist von Hunderten Beamten umstellt. Die Polizei geht jede Wohnung von oben nach unten durch. Hintergrund ist ein versuchtes Tötungsdelikt.Nach dem Wurf eines Teils einer Gehwegplatte aus einem Kieler Hochhaus auf einen Streifenwagen wird nun mit einer DNA-Reihenuntersuchung nach dem mutmaßlichen Täter gesucht. Seit Dienstagmorgen nehmen Einsatzkräfte in dem 26-geschossigen Gebäude im Stadtteil Mettenhof DNA-Proben von den Bewohnern, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Kiel mitteilten. Insgesamt wohnen mehr als 250 Menschen in dem Hochhaus. Nach Informationen von „Bild“ wurde das Gebäude von 200 Beamten umstellt. Niemand dürfe das Gebäude verlassen. Die Polizei gehe derzeit alle 242 Wohnungen von oben nach unten durch.Lesen Sie auchHintergrund ist ein Vorfall in der Nacht zum 2. Juni. Ein bislang Unbekannter soll einen Teil einer Gehwegplatte aus einer Wohnung des Hauses auf einen Streifenwagen geworfen haben. Der Stein habe die Frontscheibe durchschlagen und eine 25-jährige Polizistin auf dem Beifahrersitz an der Hand und am Sprunggelenk so schwer verletzt, dass sie seitdem dienstunfähig ist. Ihr 59 Jahre alter Kollege wurde demnach nicht verletzt.Lesen Sie auchDie Ermittlungen laufen wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Aus welcher Wohnung der Gegenstand geflogen kam, ist noch unklar.Der „Weiße Riese“ am Kurt-Schumacher-Platz ist das höchste Wohngebäude in Kiel. Es liegt im Stadtteil Mettenhof und steht immer wieder wegen baulicher und sozialer Probleme im Fokus. Allein im Jahr 2025 gab es 107 Polizeieinsätze in dem Haus, wie „Bild“ unter Berufung auf eine Polizeisprecherin berichtet.Korrekturhinweis: In einer früheren Version des Artikels wurde geschrieben, dass alle Bewohner einen DNA-Test abgeben müssen. Das ist falsch. Diese DNA-Tests beruhen auf Freiwilligkeit. Die Einsatzkräfte versuchen, die Anwohner dazu zu bewegen, DNA-Tests abzugeben.luwi