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Marshall Ganz, 83, hat sein Leben sozialen Bewegungen gewidmet, als Aktivist, Stratege und Dozent an der Harvard University. Sein Befund ist ernüchternd: Populisten profitieren nicht nur von Lügen, sondern von Wahrheiten, die demokratische Kräfte zu lange ignoriert haben. Was läuft falsch?
DIE ZEIT: Herr Ganz, weltweit gewinnen antidemokratische Kräfte an Boden. Demokratische Bewegungen hingegen wirken oft ratlos. Warum?
Marshall Ganz: Nachdem Donald Trump 2024 zum Präsidenten gewählt wurde, saß ich mit den Wahlkampfteams beider Kandidaten in einem Raum. Schnell wurde offensichtlich, was die Demokraten falsch gemacht haben: Die Leute von Kamala Harris haben den Menschen gesagt, was sie fühlen sollen, statt zu erkunden, was sie tatsächlich bewegt. So entsteht eine Distanz, die für eine Demokratie brandgefährlich ist.









