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Autoindustrie: Ungarisches Werk setzt Maßstäbe bei Kosten laut Mercedes-Chef Mercedes baut das Werk in Kecskemet zur größten Autofabrik Ungarns aus. Beschäftigte in Deutschland dürften die Entwicklung mit Sorge beobachten.

Vorstandsvorsitzender Ola Källenius spricht bei der Einweihung der Werkserweiterung in Ungarn. Foto: Zsolt Szigetvary/MTI/AP/dpaMercedes-Chef Ola Källenius hat das Werk im ungarischen Kecskemet als Schlüsselstandort hervorgehoben. Der weltweite Wettbewerb werde immer härter – sowohl in technologischer Hinsicht als auch in Bezug auf Kosten, Geschwindigkeit und Qualität, sagte der Manager bei der Eröffnung der Werkserweiterung. Fabriken wie die in Kecskemet seien ein Wettbewerbsvorteil und ein kraftvoller Beweis, dass höchste Qualität und höchste Kosteneffizienz miteinander einhergehen können. Die Fabrikkosten setzten Maßstäbe in Europa.Mercedes will den Anteil der Produktion in europäischen Niedriglohnländern in den nächsten Jahren von 15 auf 30 Prozent verdoppeln. Die Produktionskosten in Ungarn liegen nach früheren Angaben von Finanzchef Harald Wilhelm rund 70 Prozent unter dem deutschen Niveau.Größtes Autowerk in UngarnZur Eröffnung war auch der neue ungarische Ministerpräsident Peter Magyar gekommen. Kecskemet liegt gut 80 Kilometer südöstlich von Budapest. Der Konzern hat den Standort, an dem seit 2012 Fahrzeuge gefertigt werden, kräftig ausgebaut. Es handelt sich demnach nun um die größte Autofabrik des Landes. Mit einer potenziellen Jahreskapazität von bis zu 400.000 Fahrzeugen wäre Kecskemet künftig aber auch die größte Mercedes-Fabrik Europas.Für rund eine Milliarde Euro entstanden in der Provinzstadt unter anderem zwei neue Hallen für Karosserie- und Montagelinien. Zusätzlich wurden ein zweites Presswerk, eine neue Lackiererei sowie eine Batteriemontage errichtet.Produktionsbeginn für elektrische C-KlasseProduziert werden in Kecskemet bereits die A-Klasse und der SUV GLB. Nun kommt die elektrische C-Klasse dazu. Damit wird in dem Werk erstmals ein Modell aus dem Volumen-Segment (Core) hergestellt. Der Konzern setzt den Angaben nach auf ein zweigleisiges Fertigungskonzept: In der bestehenden Halle laufen Verbrenner- und Elektrofahrzeuge flexibel auf einer Linie, die neue Halle ist auf vollelektrische Modelle ausgelegt. Eine kompaktere Version der G-Klasse soll künftig ausschließlich in Ungarn gebaut werden. Und auch der GLC könnte in dem Werk vom Band laufen. dpa Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick