Während die Berliner CDU nach dem Rückzug Kai Wegners unter Hochdruck einen Spitzenkandidaten für die Abgeordnetenhauswahl am 20. September sucht, wächst die Debatte um mögliche Bewerber. Neben Finanzsenator Stefan Evers, der als Favorit gilt, schloss zuletzt auch Arche-Gründer Bernd Siggelkow eine Kandidatur nicht aus. Mit Alexander Skora meldet sich nun ein weiterer Interessent zu Wort – allerdings nicht für die bevorstehende Wahl, sondern für den Fall einer späteren Neuaufstellung der Partei. Vorher muss er noch in die CDU eintreten, derzeit ist er gar kein Mitglied.

Noch ist Skora im politischen Berlin weitgehend unbekannt. Davon ist ihm im Gespräch mit der Berliner Zeitung jedoch nichts anzumerken. Seine Augen strahlen, haben etwas Jugendliches, fast Neugieriges. Er spricht ruhig und verbreitet den Optimismus eines Unternehmers, der überzeugt wirkt, Probleme lösen zu können. Der Gründer der HappyGoLucky Party war früher CDU-Mitglied, kehrte der Partei später jedoch den Rücken, weil sie ihm nach eigenen Worten „nicht progressiv genug“ war. Nun möchte er zurück, allerdings nicht als einfaches Mitglied, sondern als künftiger Bürgermeisterkandidat. Am Revers seines Jacketts trägt er einen Button aus Washington – ein kleines Detail, das zu seiner Vorliebe für amerikanische Aufbruchsstimmung passt, die er ins politische Berlin bringen möchte.