Einem internationalen Team von Forscher:innen ist erstmals der direkte Nachweis eines komplexen Zuckers im interstellaren Raum gelungen. Wie in einer im Wissenschaftsmagazin Nature Astronomy veröffentlichten Studie zu lesen ist, spürten die Wissenschaftler:innen das Molekül Erythrulose in einer riesigen Gas- und Staubwolke auf.Anzeige
Diese Wolke mit der exakten Bezeichnung G+0.693–0.027 befindet sich in der Nähe des galaktischen Zentrums unserer Milchstraße und ist rund 26.700 Lichtjahre von uns entfernt. Bislang gingen Astronom:innen lediglich aufgrund von Analysen abgestürzter Meteoriten davon aus, dass derartige Bausteine des Lebens frei im Weltraum existieren könnten.
Datenauswertung als Schlüssel zum Erfolg
Die Entdeckung geht maßgeblich auf die langjährige Arbeit der spanischen Astronomin Izaskun Jiménez-Serra und ihres Teams am Zentrum für Astrobiologie im spanischen Torrejón de Ardoz zurück. Sie nutzten für ihre hochpräzisen Beobachtungen zwei der leistungsfähigsten europäischen Empfangsanlagen, namentlich das Yebes-Radioteleskop in der spanischen Provinz Guadalajara sowie das IRAM-Teleskop im südspanischen Granada.Anzeige
Das reine Erfassen der schwachen Mikrowellenstrahlung aus dem fernen Kosmos war dabei jedoch nur der erste Schritt dieses aufwendigen Projekts. Die eigentliche wissenschaftliche Leistung bestand in diesem konkreten Fall in der anschließenden, stark softwaregestützten Datenanalyse eines massiven Frequenzspektrums.










