Intel-CEO Lip-Bu Tan (66) investiert 5 Milliarden Euro in den Ausbau seines Standorts in Irland, ​um die Kapazitäten in Europa für künstliche Intelligenz (KI) und Hochleistungsrechner zu stärken. ‌Mit dem Geld solle die Intel-Fabrik am Standort in Leixlip nahe Dublin modernisiert und deren Kapazität maximiert werden, teilte der US-Halbleiterkonzern am Montag mit.Dort werden sogenannte Intel-3-Silizium-Wafer hergestellt. Die Nachfrage ​nach Servern und KI-Anwendungen treibe den Bedarf an diesen Wafern deutlich an, erklärte ⁠Naga ⁠Chandrasekaran, Vorstandsmitglied von Intel Foundry. Die Investition soll zudem einige Hundert neue Arbeitsplätze schaffen.

Pläne für Werke in Magdeburg und Polen aufgegebenIrland ist in hohem Maße von den ‌Steuern und Arbeitsplätzen ausländischer Großkonzerne abhängig. Ausländische Unternehmen haben ihre Belegschaft in dem Land im vergangenen Jahrzehnt ‌fast verdoppelt und stellen 11 Prozent des gesamten ‌Arbeitsmarktes. Intel hat seit 1989 rund 30 ‌Milliarden ​Euro in Irland investiert. Der irische Premierminister Micheál Martin (65) bezeichnete die neue Investition als ​starkes Vertrauensvotum ⁠für den Standort.