PfadnavigationHomeRegionalesHamburgNeue ZahlenWeniger junge Menschen in Obhut der JugendämterStand: 15:55 UhrLesedauer: 2 MinutenAllein nach Deutschland geflüchtete Jugendliche machen in Hamburg einen großen Anteil der Inobhutnahmen ausQuelle: picture alliance/dpa/Carsten RehderDie Zahl der Inobhutnahmen im Norden sinkt. Strengere Grenzkontrollen verringern die Fälle unbegleiteter Minderjähriger. Doch der Alltag der Jugendämter bleibt hart: Sie müssen auf überlastete Eltern, Misshandlungen, und Integrationsprobleme reagieren.In Hamburg und Schleswig-Holstein sind im vergangenen Jahr weniger Kinder und Jugendliche in behördliche Obhut genommen worden als im Jahr zuvor. In Hamburg reduzierte sich die Zahl nach Angaben des Statistikamts Nord um neun Prozent auf 2014 Minderjährige, in Schleswig-Holstein um acht Prozent auf 2482.Hauptursache dafür war, dass weniger Jugendliche aus dem Ausland ankamen, die von den Jugendämtern in Obhut genommen wurden – in der Regel handelt es sich dabei um unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. In Hamburg kamen fast 30 Prozent weniger an, in Schleswig-Holstein sogar fast 40 Prozent weniger. Seit September 2024 finden an allen deutschen Landesgrenzen Einreisekontrollen statt, die im Mai 2025 noch intensiviert wurden. Anders als Flüchtlinge, die als Erwachsene oder mit ihren Familien kommen, werden minderjährige Flüchtlinge nicht zwischen den Bundesländern aufgeteilt. Lesen Sie auchIn Hamburg war die unbegleitete Einreise aus dem Ausland mit fast 40 Prozent der häufigste Grund für eine Inobhutnahme. Weitere Gründe waren Anzeichen für Misshandlungen (24 Prozent) und Überforderung der Eltern oder eines Elternteils (20 Prozent). Daneben wurden etwa Beziehungsprobleme, Straftaten des Minderjährigen oder Wohnungsprobleme als Gründe angeführt.Bei der Hälfte der Inobhutnahmen in Hamburg handelte es sich um Jugendliche im Alter von mindestens 16 Jahren. 27 Prozent waren Kinder unter 14 Jahren. Fast 80 Prozent der Minderjährigen stammten aus einer Familie mit Migrationshintergrund.Überforderte Elternhäuser in Schleswig-Holstein an erster StelleIn Schleswig-Holstein war der häufigste Anlass für eine Inobhutnahme laut Bericht mit 41 Prozent die Überforderung der Eltern. In 23 Prozent wurden Misshandlungen als Grund genannt. Weitere Gründe waren Vernachlässigung oder Beziehungs- und Integrationsprobleme in Heim oder Pflegefamilie. Unbegleitete Minderjährige aus dem Ausland machten 18 Prozent der Fälle aus. In 38 Prozent der Fälle waren Kinder im Alter von unter 14 Jahren betroffen.lno/juve
Neue Zahlen: Weniger junge Menschen in Obhut der Jugendämter - WELT
Die Zahl der Inobhutnahmen im Norden sinkt. Strengere Grenzkontrollen verringern die Fälle unbegleiteter Minderjähriger. Doch der Alltag der Jugendämter bleibt hart: Sie müssen auf überlastete Eltern, Misshandlungen, und Integrationsprobleme reagieren.







