Marius Borg Høiby kommt nach seiner Verurteilung aus der Haft frei, muss aber in den Hausarrest. Das zuständige Gericht in Oslo entschied, dass die Untersuchungshaft für den ältesten Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit für vier Wochen fortgesetzt wird. Der 29-Jährige könne sie aber mit einer elektronischen Fußfessel im Hausarrest verbringen.
Die Staatsanwaltschaft kündigte laut der norwegischen Zeitung »Verdens Gang« und des Rundfunks NRK bereits Beschwerde an. Sie hatte gefordert, dass Høiby weiter in Haft bleiben muss.Polizei befürchet weitere StraftatenHøiby war vor wenigen Wochen zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Schuldig gesprochen wurde er unter anderem wegen zwei Vergewaltigungen nach norwegischem Recht sowie Gewalt gegen eine Ex-Freundin. Gegen sie besteht ein Kontaktverbot, gegen das der Norweger bereits mehrfach verstoßen hat. Die Polizei sah die Gefahr, dass Høiby weitere Straftaten begeht und forderte deshalb eine Verlängerung der Untersuchungshaft für ihn.
Høibys Anwalt Petar Sekulic sagte, sein Mandant sei mit der jetzigen Entscheidung zufrieden. »Das ist eine Option, mit der er in den nächsten Wochen leben kann, und dann werden wir sehen, was danach passiert«, sagte Sekulic.Hausarrest vermutlich in der ResidenzHøiby saß seit Beginn seines Prozesses im Februar in Untersuchungshaft. Er hatte in den vergangenen Monaten mehrfach die Freilassung beantragt und dies damit begründet, Zeit mit seiner schwer lungenkranken Mutter Mette-Marit verbringen zu wollen. Bis jetzt war er mit den Anträgen aber immer gescheitert.









