Karin Prien muss sparen und will beim Unterhaltsvorschuss kürzen. Von SPD und Linken kommt Kritik: Damit würden vor allem Alleinerziehende bestraft, die es ohnehin schon schwer hätten.
13.07.2026, 13.05 Uhr
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Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) plant Kürzungen beim staatlichen Unterhaltsvorschuss. Die SPD will dieses Vorhaben nicht mittragen. Das würde Familien treffen, denen es finanziell »besonders schlecht« gehe, sagte der Kinderbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, Truels Reichardt, am Sonntag bei »MDR Aktuell«. Nach Priens Plänen soll der Staat den Vorschuss für Trennungskinder nur noch bis zum 16. Geburtstag zahlen – und nicht mehr bis zur Volljährigkeit.
Alleinerziehende Elternteile können vom Staat Unterhaltsvorschuss beantragen, wenn der andere Elternteil nicht oder nicht in ausreichendem Maße Unterhalt zahlt, nicht bekannt oder verstorben ist. Der Staat kann sich dieses Geld dann von den säumigen Elternteilen zurückholen. In der Praxis gelingt das aber nur in einer Minderheit der Fälle. Die Kosten für den Vorschuss trägt zu 40 Prozent der Bund.










