General Fusion aus Kanada ist als erstes Kernfusionsunternehmen an die Börse gegangen, ab Montag können Anteile des kanadischen Start-ups am Nasdaq gehandelt werden. Das geht aus einer Stellungnahme des Unternehmens hervor. Ermöglicht wurde der Schritt dank einer Special Purpose Acquisition Company, oder SPAC. Mit solch einer wurde General Fusion am Freitag verschmolzen, das Start-up hatte den Schritt Anfang des Jahres angekündigt. Weil es an den Finanzmärkten bislang keine Rivalen gibt, hofft man auf umfangreiche Geldmittel von Investoren, hat der Firmenchef der Financial Times erzählt und gesagt: „Es gibt nur einen, das sind wir.“

Skepsis gegenüber Zeitplan

Als eines von einer ganzen Reihe an Unternehmen arbeitet General Fusion daran, kontrollierte Kernfusion für die Erzeugung von Energie nutzbar zu machen. Das Start-up will das zu einem Bruchteil der Kosten anderer Projekte realisieren. Dafür setzt die Firma auf das Konzept der Magnetized Target Fusion (MTF), eine Art Mittelding aus Fusion per Magneteinschluss und Trägheitsfusion – das sind die Konzepte, die bei der Konkurrenz verfolgt werden. Im Frühjahr ist es General Fusion erstmals gelungen, ein Plasma zu erzeugen. Laut der Financial Times gibt es aber Skepsis, ob die Fortschritte von General Fusion so weit reichen, wie das Unternehmen behauptet – und wie es nötig wäre, um den eigenen Zeitplan einzuhalten.