Stand: 13.07.2026 • 05:33 Uhr

Zu undiplomatisch, zu ehrgeizig: EU-Chefdiplomatin Kallas steht in der Kritik. Dahinter steckt aber auch die Frage, wer in der EU eigentlich für die Außenpolitik zuständig ist. Jetzt sollen die Kompetenzen neu verteilt werden.

Wenn sie Montagmorgen das Treffen der europäischen Außenminister eröffnet, wird wieder jedes ihrer Worte auf die Goldwaage gelegt. Vor allem, weil der Umgang mit Israel auf der Tagesordnung steht.

Seit die Chefdiplomatin der EU, Kaja Kallas, die israelische Regierung mit dem "Apartheid System in Südafrika" verglichen haben soll, ist die Kritik an ihr eskaliert. Öffentlich hatte der Kanzler sie beim letzten EU-Gipfel abgekanzelt: "Diese Wortwahl teile ich ausdrücklich nicht, darüber muss ausführlich gesprochen werden", sagte Merz.

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Armin Laschet, forderte öffentlich ihren Rücktritt. Kallas selbst erklärte: "Ich kann nicht permanent gegen diese Schatten kämpfen, was ich hinter verschlossenen Türen gesagt haben soll oder nicht. Bleiben wir dabei, was ich offiziell gesagt habe, das ist die europäische Position, die vertrete."