Vor der Synagoge stand ein verdächtiges Auto: In einem Pariser Vorort sind mehrere Hundert Menschen in Sicherheit gebracht worden. Präsident Macron warnt unterdessen vor zunehmendem Antisemitismus.

12.07.2026, 19.09 Uhr

Französische Polizei (Symbolbild)

In einem Vorort der ​französischen Hauptstadt Paris sind 300 Menschen wegen ‌eines verdächtigen Autos in der Nähe einer Synagoge in Sicherheit gebracht worden. Die Evakuierung in Sarcelles ​habe am Samstagabend stattgefunden, sagte der französische ⁠Innenminister ⁠Laurent Nuñez dem Fernsehsender BFM.

In dem Fahrzeug sei ‌eine »lange Militärwaffe« gefunden worden. Jetzt laufe eine ​Untersuchung ‌des Vorfalls, erklärte Nuñez weiter. Hintergründe zu einem möglichen Motiv, zu einer möglichen Verbindung zur Synagogengemeinde sowie zur ‌Identität des oder der Verdächtigen gebe es bisher jedoch nicht. dpa-Informationen zufolge wurden ein Automatikgewehr und eine Pistole im Kofferraum des abgestellten Fahrzeugs entdeckt. Daraufhin wurde drumherum eine Sicherheitszone in dem belebten Viertel eingerichtet. Menschen mussten etwa ein Kino und Restaurants verlassen.