PfadnavigationHomePolitikAuslandKrieg in Nahost„Wunsch nach einem ruhigen Tod mit ins Grab nehmen“ – Iranische Tageszeitung droht MerzVeröffentlicht am 12.07.2026Lesedauer: 2 MinutenDie Lage im Nahen Osten eskaliert. Nach dem Beschuss eines Containerschiffs durch den Iran und der Sperrung der Straße von Hormuz reagierten die USA mit Luftangriffen. In mehreren Golfstaaten wurde Raketenalarm ausgelöst. Die Sorge um eine Ausweitung wächst.Friedrich Merz rückt ins Zentrum iranischer Drohpropaganda: Eine Zeitung zeigt ihn in Häftlingskleidung neben Trump und Netanjahu – als angebliches Ziel der angekündigten Vergeltung nach Chameneis Tötung.Eine auflagenstarke Tageszeitung im Iran hat eine Infografik mit Racheaufrufen gegen Politiker aus dem Westen veröffentlicht. Auf ihrer Website publizierte das Blatt „Hamshahri“ aus der Hauptstadt Teheran eine Collage, die US-Präsident Donald Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu mit einem Fadenkreuz auf der Stirn zeigt.Lesen Sie auchAuf der Infografik sind zudem die Köpfe europäischer Regierungschefs zu sehen, allesamt in orangefarbenen Shirts, wie sie für US-Häftlinge typisch sind. Unter ihnen ist auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). „Eine Liste derjenigen, die auf die Vergeltung des iranischen Volkes warten müssen“, betitelt die Zeitung den Onlineartikel. „Die Verbrecher werden den Wunsch nach einem ruhigen Tod mit ins Grab nehmen“, heißt es in der Grafik. Neben Friedrich Merz sind auch die Köpfe von US-Außenminister Marco Rubio, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und des scheidenden britischen Premierministers Keir Starmer zu sehen.Die Zeitung vertritt einen ultrakonservativen und provokanten Kurs. Am Samstag hatte Irans Führung Vergeltung für die Tötung des Ende Februar ums Leben gekommenen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei geschworen. „Rache ist die Forderung unseres Volkes und muss ganz gewiss erfolgen“, hieß es in einer im Staatsfernsehen verlesenen Mitteilung, die Chameneis Sohn und Nachfolger Modschtaba zugeschrieben wurde.Lesen Sie auchDer Iran hatte europäischen Staaten während des Krieges vorgeworfen, die Angriffe auf iranisches Gebiet nicht verurteilt oder durch die Freigabe ihres Luftraums für US-Militärflugzeuge unterstützt zu haben.Seit vergangener Woche attackieren sich die USA und der Iran wieder gegenseitig. Die iranischen Revolutionsgarden haben am Sonntag die Sperrung der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus verkündet und mit einer entschiedenen Antwort auf jede militärische Reaktion gedroht.dpa/nw