Geht es um Schutzräume, ist die Schweiz noch immer eine Supermacht. Ein neues Buch beschreibt, wie es dazu kamWas noch vor kurzem ein Auslaufmodell aus dem Kalten Krieg zu sein schien, ist plötzlich wieder gefragt. Die Atombunker sind zurück – und mit ihnen die Frage nach dem Überleben im Untergrund.Urs Hafner12.07.2026, 05.30 Uhr10 LeseminutenZeiten und Zwecke ändern sich: Der Lindenhofbunker in der Stadt Zürich, ein Schutzraum aus dem Zweiten Weltkrieg, wurde 1970 zum ersten autonomen Jugendzentrum der Schweiz.Betriebszeitung VAZ via Wallstein-VerlagEr macht keinen Handgriff zu viel, jeder sitzt. Der Monteur startet die Lüftungsanlage, geht zur Bunkertür, deren Dichtung er ausgewechselt hat, und schliesst sie. Zufrieden zeigt der junge Mann auf das Loch in der Wand oben: «Dort geht die verbrauchte Luft hinaus, über die Anlage kommt frische Luft von aussen herein.» Der Notausgang liegt frei, die Arbeit ist erledigt. Der Schutzraum ist gerüstet für Krieg und Katastrophe.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Der Wohnungsmieter ist es noch nicht. Zaudernd steht der 56-Jährige im unterirdischen Raum, den er und seine Familie schon länger zum Keller umfunktioniert haben. Überall stapelt sich ausrangierter Hausrat, keine Spur von Notvorrat. Den schmalen Pfad vom Eingang zur Lüftungsanlage hat er für die Arbeiter freigeschlagen. «Was ist mit dem Gasfilter?», will der Mieter wissen. «Den müssen Sie bloss anschliessen, Sie können nichts falsch machen», antwortet der Monteur.Der ungekämmte Mieter lebt in einer Zürcher Vorortgemeinde. Er stellt noch mehr Fragen, die der akkurat gescheitelte Monteur geduldig beantwortet, obschon die Zeit drängt: Ja, der Filter reinige atomar verseuchte Luft, nein, die Trockentoilette müsse nicht ersetzt werden, ja, der Raum sei für 21 Personen vorgesehen, 21 Quadratmeter. Der Mieter: «Und wie lange müssten wir hier unten ausharren?» Der Monteur: «Kommt auf die Geduld der Leute an.» Wichtig sei, sagt er, die Anlage alle sechs Monate in Betrieb zu setzen, damit sie weiter funktioniere: «Es ist wie bei einem Auto, wenn Sie es nicht brauchen, geht es kaputt.»Es gibt zu tun, die Firma brummtDer Monteur und sein Kollege verabschieden sich, sie müssen den nächsten Gasfilter auswechseln. Auch dieser ist nur defekt, weil er nie benutzt wurde. «Schade um die Geräte», sagt der Monteur. Es gibt noch viel zu tun heute, morgen und die kommenden Monate. Die kleine Firma, ein Startup, brummt.Auf den 1. Januar 2026 hat der Bundesrat die Zivilschutzverordnung geändert. Damit reagiert er auf die «veränderte globale Sicherheitslage», also auf den russischen Angriff auf die Ukraine von 2022. Die unterirdischen Schutzräume sollen erhalten bleiben, alle Komponenten, die älter als vierzig Jahre sind, müssen ersetzt werden, wie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (Babs) mitteilt.Ab der Jahrhundertwende schien die Schweiz ihre Atombunker in Pension zu schicken. Grosse Schutzräume durften nicht mehr erstellt werden, die Pflicht für den Bau wurde gelockert, man hat sogar die Aufhebung der kleinen Eigenheimbunker diskutiert. Damit ist nun Schluss. Wer in seinem neuen Haus keinen Bunker baut, muss künftig 1400 statt 800 Franken pro Schutzplatz bezahlen. Mit dem Geld wird die Modernisierung der öffentlichen und privaten Schutzräume finanziert.Für das Revival der Bunker sind das Babs und die Kantone zuständig. Sie kontrollieren, dass Hausbesitzer ihre Schutzräume instand halten. Weiterhin soll für jede Einwohnerin und jeden Einwohner des Landes ein Platz zur Verfügung stehen, bezugsbereit innerhalb von fünf Tagen. So lange dauert die Gnadenfrist für Elektroschrott, Modelleisenbahnen und Weinflaschen.Die Schweiz bietet in rund 370 000 Schutzräumen Platz für fast 10 Millionen Menschen, also für über 100 Prozent der Bevölkerung. Die helvetische Bunkerdichte ist beispiellos, kein anderes Land der Welt kommt auf einen nur annähernd so hohen Wert, nicht einmal Israel. Das Höhlensystem hat schätzungsweise 12 Milliarden Franken gekostet.Ein Leben im UntergrundDie Schweiz ist ein Bunkerland. Die meisten Menschen wissen nichts davon, dass für sie unter der Oberfläche eine zweite Welt bereitsteht, die wie der unheimliche Schatten ihrer Wohnung aussieht. Das Interieur der Unterwelt ist auf das Minimum reduziert, nur das Allernotwendigste steht zur Verfügung, eine Pritsche, ein Stuhl. Die Schweiz ruht auf einer Geisterstadt – für Lebende.Wie kam es dazu? Niemand kennt die schweizerischen Schutzräume so gut wie Silvia Berger Ziauddin, Geschichtsprofessorin an der Universität Bern. Soeben ist ihr Buch «Bunkerland – Die Schweiz im nuklearen Zeitalter» erschienen. Seit Russlands Angriff auf die Ukraine erhält die Historikerin noch mehr Medienanfragen, sei es von der Pariser «Le Monde», der «Süddeutschen Zeitung» oder der «Washington Post». Alle wollen wissen, ob man nun den Zivilschutz stärken müsse. «Darauf kann ich keine Antwort geben, ich bin keine Sicherheitsanalytikerin», sagt Berger Ziauddin.Dafür weiss sie, wie die kleine Schweiz, die seit Jahrhunderten keinen Krieg mehr erlebt hat, zum grössten Bunkerland der Welt wurde. Noch um 1945, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, verfügt die Schweiz nur für etwa 15 Prozent ihrer Bevölkerung über Schutzräume, und diese sind nicht einmal «volltreffsicher». Das sollen sie auch gar nicht sein, das sei unmöglich, befindet die Abteilung für Luftschutz. Die Räume sind meist mit Holz verstärkt, Filteranlagen haben sie keine.Dann beginnt der Kalte Krieg. Die Sowjetunion und die USA starten das atomare Wettrüsten, im Westen kommt der Antikommunismus auf, die Schweiz verstärkt die geistige Landesverteidigung und erlebt den wirtschaftlichen Aufschwung. «Viele Faktoren spielten zusammen, damit die Schweiz zum führenden Bunkerland wurde», sagt Berger Ziauddin.Spätestens um 1960 sind sich die tonangebenden Kreise aus Militär, Zivilschutz und Wissenschaft einig, dass ein weiterer, diesmal atomarer Weltkrieg bevorstehe. Gegen den «totalen Krieg», der von den Russen drohe, müsse sich die Schweiz mit einer «totalen Landesverteidigung» wappnen. 1963 wird das Bundesamt für Zivilschutz aus der Taufe gehoben (heute Bundesamt für Bevölkerungsschutz, Babs), ein Jahr später das Forschungsinstitut für militärische Bautechnik der ETH. Die beiden Institutionen treiben die Erstellung der Schutzräume voran.Bloss: Wie baut man schnell und bezahlbar den bestmöglichen Atomschutzbunker? Das weiss niemand, schon gar nicht in der kriegsunerfahrenen Schweiz. Also machen die Experten, die Ingenieure und Wissenschafter, sich auf ins schlachtenerprobte Ausland: Sie fliegen in die USA und nach Deutschland, sie besuchen Testgelände in der Wüste Nevadas, wo Atombomben detonieren, sie inspizieren Forschungslabors, nehmen an Konferenzen teil und knüpfen Kontakte.Schnell nimmt das Bunkerprojekt Gestalt an. Ihm liegt eine pragmatische Rechnung zugrunde: Mit Kosten von rund tausend Franken pro Person und einer Mauerresistenz von mindestens einem Atmosphärenüberdruck (1 atü) ist die Zahl der Verluste auf 10 Prozent reduzierbar, egal, ob der Feind Atomwaffen, biologische oder chemische Waffen einsetzt. Aus dieser Kalkulation entsteht der helvetische Standardbunker. Er ist mit Ventilation und Notausgang ausgestattet und bietet pro Person einen Quadratmeter Platz. Sein Wirkungsgrad beträgt 90 Prozent.Auch unter der Erde sollte jemand das Sagen haben: Ausbildung künftiger Schutzraumchefs 1982 in Aarwangen.PD via Wallstein-VerlagDann wird im grossen Stil ausgehoben und eingebaut. Die Schutzraumbranche blüht. Von 1963 bis 1970 verdoppelt sich die Zahl der Bauten von 50 000 auf 100 000, schon stehen fast zweieinhalb Millionen Plätze zur Verfügung, die Hälfte der Bevölkerung ist abgedeckt. 1966 giessen die Experten ihr Wissen in die «Technischen Weisungen für den privaten Schutzraumbau», kurz TWP66. Die Erstauflage beträgt 46 000 Exemplare. Silvia Berger Ziauddin nennt die Broschüre «das offizielle Kochbuch für den Schutzraumbau». Die TWP66 werden in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt, sogar ins Russische und ins Chinesische.Der private Schutzraum ist das «Reduit der Bürger»Anfang der siebziger Jahre, als der Wohnungsbau besonders boomt, entstehen jährlich 400 000 neue Plätze. Der Verbrauch von Zement und Beton ist gigantisch. Berger Ziauddin schreibt, dass die Bauten allein im Jahr 1971 rund 155 000 Kubikmeter Beton verschlingen. Ende der achtziger Jahre verfügen bereits über 85 Prozent der Bevölkerung über einen Platz. Der Traum vom totalen Schutzraum nähert sich seiner Vollendung.Das Bunkerland ist die Radikalisierung und Demokratisierung, aber auch die Profanierung des Reduits des Zweiten Weltkriegs. Damals sucht die Schweiz Schutz im mythischen Gotthard, im Schweizer Berg schlechthin, aus dem das Land mit seiner germanischen und lateinischen Kultur hervorgegangen sei. Das jedenfalls behaupten die Historiker.Der Gotthard steht für die Unabhängigkeit, Freiheit und Einigkeit der Willensnation. Seine Befestigungsanlagen mit ihren endlosen Gängen sind jedoch nur für Armee und politische Führung vorgesehen. Geräumig und heimelig ist der Bundesratsbunker in Amsteg eingerichtet, fast wie eine Bauernstube. Für die Bürgerinnen und Bürger dagegen gibt es keinen Platz. Sie müssten den Krieg im Keller überdauern.Das Bunkerland schafft Abhilfe, es schafft Raum für alle. Der Schutzraum ist das «Reduit der Bürger». In der profanen Betonhöhle mit der Plastiktoilette lebt der Geist des sakralen Gotthardgranits weiter. Ungebrochen ist der Glaube, dem Feind zu trotzen und die Katastrophe zu überleben.Die prägende Figur dieses Projekts ist der Bauingenieur Werner Heierli. 1964 macht er als Delegierter des Bundesamts für Zivilschutz eine dreiwöchige Expeditionstour durch die USA, er arbeitet auch an den TWP66 mit. Den Begriff Schutzraum findet er farblos. Lieber spricht er von «Überlebensinsel» und «ziviler Widerstandszelle». Sie soll die Verteidigung der nationalen Unabhängigkeit stärken.Heierli obliegt die Aufgabe, die Sozialpsychologie des Lebens im Untergrund zu klären. Denn was passiert, wenn mehrere Leute wochenlang eng eingeschlossen sind, wenn die Temperatur auf 30 Grad steigt und die Luft stickig wird, wenn das Baby Schreikrämpfe hat, die Fäkalienkübel voll sind, die Alkoholikerin auf Entzug kommt und die Insassen uneins werden? Was, wenn im Untergrund Panik um sich greift? Was soll der Schutzraumchef – auch den gibt es – dann machen?Die Fragen könnten einen beunruhigen. Nicht den Ingenieur Heierli. Er zieht deutsche, amerikanische, britische und schwedische Studien zu Rate, liest Berichte zu den Atombombenabwürfen in Hiroshima und Nagasaki, interviewt Deutsche, die im Krieg Luftangriffe in Luftschutzkellern überlebt haben.Panik? Das haben nur willensschwache MenschenZwei deutsche Autoren sind für Heierli und seine Kollegen, unter denen auch Mediziner sind, besonders wichtig: der führende Zivilschützer Erich Hampe, der bereits in den fünfziger Jahren vom Schweizer Militär konsultiert wird, und der Wehrpsychiater Julius Deussen. Beide sind ehemalige Nazis, Deussen hat am NS-Euthanasieprogramm mitgewirkt, an der Ermordung zahlloser behinderter Kinder und Erwachsener. Nach dem Krieg publiziert er erfolgreich seine militärpsychiatrischen Schriften.Für die beiden deutschen Experten ist erwiesen, dass nicht alle Menschen gleichermassen von Panik erfasst werden. Panik ist nicht die Folge einer Extremsituation, sondern die Reaktion eines pathologischen Individuums. In Panik, davon ist Deussen überzeugt, geraten nur willensschwache und «schwachsinnige», «triebhafte» und labile Menschen. Man hat also dafür zu sorgen, dass sie den Schutzraum gar nicht erst beziehen oder aber dem Bunkerchef absolut unterworfen sind.In einem ehemaligen Bunker im sankt-gallischen Sevelen eröffnete 2009 ein sogenanntes Null-Stern-Hotel. Mit diesem Testschlafen sollte vorab Werbung dafür gemacht werden.Fabrice Coffrini / AFP via Wallstein-VerlagAuch für Heierli wirft der Bunker kein psychologisches Problem auf. Wichtig sind allein Hygiene und Platz, Luft und Nahrung. Ist davon genug vorhanden, kommen die Insassen über die Runden. Realitätsnahe Experimente findet Heierli nicht nötig, die historischen Studien zu den Luftkriegen in Deutschland und England beweisen ja das Offensichtliche. 1973 führt die Studienkommission für Zivilschutz dennoch einen Versuch durch. Für den «V73» lassen sich 25 männliche Mitarbeiter des Zivilschutzes des Kantons Zürich und des Bundes für eine Woche in einem 25-Quadratmeter-Raum im zürcherischen Niederhasli einschliessen.Wie nicht anders zu erwarten, wertet der Bundesrat das Experiment als Erfolg: Die Männer hätten die Anforderungen sowohl körperlich als auch psychisch gut gemeistert. Für die Versuchsleiter ist die Fähigkeit des Menschen zur Anpassung an niedrigen Komfort und hohe Temperaturen erwiesen. Was verschwiegen wird: Ab dem vierten Tag haben die Teilnehmer massiv zu den bereitstehenden Schlaftabletten und Beruhigungspillen gegriffen. «Man verfolgte die offenen Fragen des Experiments nicht weiter. Der Glaube an den Bunker war stärker als die Erfahrung, die man mit ihm machte», sagt Silvia Berger Ziauddin.In kurzer Zeit etabliert sich die Schweiz zur Bunkersupermacht. Eben noch suchten ihre Experten Rat in den kriegserfahrenen USA und Deutschland. Jetzt geben sie ihren ausländischen Kollegen, die neidisch auf das schweizerische Bunkerwunder blicken, Auskunft über den perfekten Schutzraum.In Deutschland kommt nicht einmal ein Schutzbaugesetz zustande. Das Misstrauen gegenüber dem Militär ist gross. In den späten 1960er Jahren besucht der amerikanische Physiker Edward Teller die Schweiz, um ihre Schutzräume zu inspizieren. Der «Vater der Wasserstoffbombe» ist beeindruckt, gerne würde er das System für die USA übernehmen. «Der Schutzraumbau war als Do-it-yourself-Projekt aufgegleist, das Heimwerkertätigkeit mit Familiensicherheit verbinden sollte», sagt Berger Ziauddin. Die Aktion verfängt nicht, die Amerikaner wollen keine Bunker unter dem Haus.Bunker werden zum Schweizer ExportartikelWerner Heierlis Firma erhält Aufträge aus Singapur und Saudiarabien. Schweizer Firmen sind auch am Bunkerbau in Saddam Husseins Irak und Ghadhafis Libyen beteiligt. 1986 geht in Riad das viertägige «Saudi-Swiss Civil Defence Symposium» vor zweitausend Gästen über die Bühne. Der Anlass ist der Höhepunkt und auch der vorläufige Schlusspunkt des Schweizer Bunkerexports. Nur weiss das noch niemand.Denn drei Jahre später fällt die Berliner Mauer. 1991 ist der Ostblock am Ende und mit ihm der Kalte Krieg. Der ewige Friede scheint anzubrechen. In der Schweiz bröckelt der Glaube an den Sinn der Schutzräume, selbst bei den Behörden. Die Kritik am Zivilschutz hat schon früher eingesetzt. 1981 bildete sich etwa die Gruppe Wiwonito, «Wir wollen nicht zu Tode verteidigt werden». Feministinnen und kritische Ärzte analysieren die schweizerische «Igelmentalität». Was bringt es, fragen sie rhetorisch, im Untergrund den Atomkrieg zu überleben, wenn die Welt danach nicht mehr bewohnbar ist? Die Katastrophe von Tschernobyl 1986 spielt ihnen in die Hände.Für die Bunkerbranche ist der Mauerfall ein Unglück. Mehrere Firmen müssen schliessen. Gasfilter, Panzertüren und Explosionsschutzventile sind nicht mehr gefragt, auch im Ausland nicht. Die Schweiz ist keine Supermacht mehr.Bis Russland im Februar 2022 die Ukraine angreift. Seither geht es jenen Betrieben, welche die Krise überstanden haben, wieder prächtig, etwa der Mengeu AG im zürcherischen Elgg. Die Aufträge haben sich verdreifacht. Sie kommen nicht nur aus der Schweiz, auch Deutschland und Österreich, Polen und Rumänien zeigen Interesse. In welchem Umfang die Mengeu AG im Ausland investieren wird, ist noch offen. «Die Arbeit in Osteuropa ist nicht einfach, weil die Länder keine Vorgaben haben. Wir müssen immer wieder von vorn beginnen. Auch Deutschland hat keine Tradition im Schutzraumbau», sagt Christoph Singer, der Chef der Firma.Nun baut man also wieder Betonhöhlen und erneuert die bestehenden Bunker. Unsichtbar begleiten sie die neuen Häuser und Siedlungen, die errichtet werden. Was nach oben strebt, dringt immer auch nach unten. Wie das Überleben in der Schattenwelt aussähe? Niemand weiss es.Silvia Berger Ziauddin: «Bunkerland – Die Schweiz im nuklearen Zeitalter». Konstanz University Press, 2026.Auch dafür lässt sich ein Schutzraum brauchen: Ein zur Paintball-Anlage umfunktionierter ehemaliger Bunker.Emilien Itim via Wallstein-VerlagEin Artikel aus der «NZZ am Sonntag»Passend zum Artikel